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Cronenberg
Mehrgenerationen-Wohnprojekt: Schon sieben feste Zusagen

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe von Rudolf Runge (3.v. li.) an Michael Lippkau informierte Architekt Hans G. Schmidt-Domogalla (Mi.) über relevante Details zum Projekt.
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe von Rudolf Runge (3.v. li.) an Michael Lippkau informierte Architekt Hans G. Schmidt-Domogalla (Mi.) über relevante Details zum Projekt.
Exklusiv | Wuppertal. Bauvoranfrage mit positivem Ergebnis: Das mit genossenschaftlicher Ausrichtung im Herzen von Cronenberg befindet sich auf der Zielgeraden. Manfred Bube

Nach drei Jahren Leerstand kommt jetzt Bewegung in den ehemaligen Supermarkt an der Hauptstraße 43. Plant die Cronenberger Projektgruppe (CPG) dort und in Verbindung mit dem Vorderhaus barrierefreien und generationsübergreifenden Wohnraum zu schaffen, sind die ersten Hürden dafür genommen: Mit Rudolf Runge, dem Kölner Eigentümer der Immobilie, wurde die CPG handelseinig, die Bauvoranfrage ist vom Bauamt positiv beschieden.

Entsprechend freudige Gesichter gab es jetzt bei der offiziellen Schlüsselübergabe zu sehen, wo der Dormagener Architekt Hans G. Schmidt-Domogalla das Projekt im Detail vorstellte. Seine Pläne sehen vor, den Gewerbeteil bis auf den Sockel abzureißen und auf der dann freien Fläche von etwa 1.200 Quadratmetern in drei, durch einen Aufzug verbundenen Geschossen, 14 bis 17 Wohnungen zu errichten. Deren Größe kann im Bereich von 45 bis 120 Quadratmetern auf die Wünsche der jeweiligen Erstbezieher zugeschnitten werden.

In zentraler Position ist im Komplex ein Gemeinschaftsraum mit Gästezimmer vorgesehen. Eine Terrasse davor sowie ein großer Garten bieten ebenfalls viel Raum für aktives Miteinander. Angedacht sind auch eine Dachterrasse sowie weitere Hobby-, Freizeit- und Abstellräume im talseitigen Kellergeschoss. Dort wird auch eine Tiefgarage ausreichend Stellplätze bieten. Im Erdgeschoss des Vorderhauses ist eine Nutzung für Handel oder Dienstleistung vorgesehen, der Wohnraum darüber bleibt erhalten.

Nach Fertigstellung des Projektes soll der Warm-Mietpreis in dem dann Niedrigenergiegebäude 10 Euro nicht überschreiten. "Wir wollen in einer lebendigen Gemeinschaft wohnen und leben, die Menschen, ob mit oder ohne Handicaps, aller Generationen und Einkommensschichten offen steht. Um das zu ermöglichen, realisieren wir das Vorhaben in Rechtsform einer Genossenschaft. Was bedeutet, das mit Zahlung einer Einlage, bei Bedarf kann hier ein Kredit der KfW in Anspruch genommen werden, Mieter für die Dauer ihres Verbleibes auch gleichzeitig Eigentümer werden – und entsprechend die weitere Entwicklung des Projektes verantwortlich mitgestalten können und sollen", erklärt Michael Lippkau, Sprecher der CPG.

Sieben der Wohnungen sind bereits fest gebucht, für die weiteren werden noch Interessenten gesucht. Auch wenn das Mehrgenerationen-Wohnprojekt jetzt auf der Zielgeraden ist, rechnen die Verantwortlichen mit einem Baubeginn erst Anfang des nächsten Jahres.

Was Michael Lippkau nicht davon abhält zu sagen: "Ich denke und hoffe, wir können Weihnachten 2019 gemeinsam in unseren neuen Wohnungen feiern." Für Fragen zum Projekt steht er als Ansprechpartner unter Telefon 0175 / 2042335 zur Verfügung.