Abstiegskampf und ein Alleingang

Abstiegskampf und ein Alleingang

Nach nur 14 Spieltagen kristallisiert sich ein klarer Favorit um den Bezirksliga-Aufstieg heraus: Die SG Lambertsberg liegt mit einem komfortablen Acht-Punkte-Polster vorn. Dagegen scheint es für den Träger der "roten Laterne", die SG Schönecken, schwer, den Nachweis der Klassenzugehörigkeit zu erbringen.

Bitburg. Aufgeben ist im Lager der Schönecken/Burbacher trotz des letzten Tabellenplatzes ein Fremdwort. "Denn so lange theoretische Chancen bestehen, die Liga zu halten, werden wir kämpfen", heißt es aus dem Schönecker Lager. Doch mit der schlechtesten Tordifferenz und sechs Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz wird es schwer. Für den vorjährigem Bezirksliga-Absteiger SG Nattenheim/Fließem könnte es zudem zur traurigen Gewissheit werden, innerhalb eines Jahres in die B-Liga durchgereicht zu werden.

Auch der Schein, vor allem für die Mannschaften im vermeintlich gesicherten Mittelfeld, trügt. Denn von Platz sechs (SG Kyllburg II) bis zum Drittletzten aus Neidenbach liegen lediglich fünf Punkte. Kein Grund also, sich zurückzulehnen, zumal das breite Mittelfeld knapp beisammen liegt. Neben Nattenheim enttäuschte vor allem Vorjahres-Vizemeister TuS Ahbach. Obwohl spielerisch durchaus ansprechend, gelang es dem Trainer-Duo Clausen/Etteldorf nicht, die Abgänge zu kompensieren und die Jugend adäquat zu integrieren. Auch in Daun ist man ob des mageren achten Platzes alles andere als zufrieden. Doch mit der Rückkehr der "Bundeswehr-Legionäre" sowie der Langzeitverletzten spricht einiges dafür, dass Coach Alfred Weyland mit seiner Elf einige Ränge nach oben wandern dürfte.

Die SG Ringhuscheid konnte an die sensationellen Auftritte der Vorsaison (Platz fünf) nicht anknüpfen und muss aufpassen, nicht in den dicken Abstiegsstrudel zu geraten. Positiv dagegen mutet der Auftritt des Aufsteigers aus Lünebach und Pronsfeld an. Trainer Heribert Reiffers findet sich mit einer erfrischenden Spielweise auf einem Mittelfeldplatz wieder. Die Rheinlandliga-Reserven aus Kyllburg und Strohn liegen mit Rang sechs und sieben voll im Soll und vorerst außerhalb jeglicher Abstiegsgefahr. Mit der SG Darscheid liegt eine Elf mit Rang fünf im sogenannten Niemandsland. Die von Routinier Hein Carl gecoachte Mannschaft spielt eine gute Hinrunde und ist im Findungsprozess. Einen qualitativen Sprung nach oben machte auch die SG Weins heim. Die Elf von Trainer Peter Lichter hat jedoch die jungen Talente gut integriert und darf ebenso auf eine gute Rückrunde hoffen wie die Verantwortlichen beim Überraschungsteam aus Arzfeld. Der Dritte profitierte von der überragenden Heimstärke, als man dem auswärtigen Gegner kein einziges Tor gestattete.

Das Trainerduo Lamberty/Loges will im Frühjahr die Großen weiter ärgern und sich mit der Verbesserung der dürftigen Auswärtsbilanz weiteren Respekt erarbeiten. Der heißeste Anwärter, den Favoriten aus Lambertsberg noch in Gefahr zu bringen, ist die SG Wallenborn. "Doch an Lambertsberg heranzukommen, fehlt uns in diesem Jahr noch die Konstanz" , sagt Mehles, der ab März auf den aus Buchholz zurückkehrenden Marcel Irmen zurückgreifen kann.

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