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220 Mal im Jahr sind Drogen im Spiel

220 Mal im Jahr sind Drogen im Spiel

Im Rahmen eines Konzepts der Präventionsarbeit am Peter-Wust-Gymnasium Wittlich besuchte Anton Klas, Mitarbeiter der Führerscheinstelle Wittlich, den Bio-Grundkurs der Klasse 12.

Wittlich. In einer ausführlichen Präsentation berichtete Anton Klas über gängige Drogen, deren Eigenschaften, welche Auswirkungen Drogenkonsum auf den Führerscheinbesitz hat und über Suchtprävention. Als Erstes informierte Klas über verschiedene Drogenarten, wie zum Beispiel Cannabis, synthetische Drogen wie Amphetamin, biogene Drogen wie psylocibinhaltige Pilze, deren Konsumformen und vor allem deren Auswirkungen auf den Körper und die Psyche. Anton Klas demonstrierte einige Utensilien wie eine Bong, eine Haschischmühle und eine Cannabispfeife. Zudem wurden Statistiken aufgezeigt, dass auch bei uns vor Ort der Drogenkonsum bei Jugendlichen eine große Rolle spielt: Jährlich erhält die Führerscheinstelle Wittlich um die 220 Meldungen über Drogenfälle.

Der Drogenkonsum, aber auch schon der Besitz, zieht rechtliche Konsequenzen mit sich. Unabhängig davon erfolgt auch eine Meldung an die zuständige Führerscheinstelle. Im Regelfall führt der Konsum von Betäubungsmitteln zum Verlust der Fahreignung und von daher wird der Führerschein entzogen, unabhängig davon, ob ein Fahrzeug geführt wurde oder nicht. Um die Fahrerlaubnis zurückzuerhalten, werden ein medizinisch-psychologisches (MPU) oder ein fachärztliches Gutachten angeordnet. Die Gesamtkosten für Entzug, Bußgelder, Vorbereitung und MPU liegen in der Regel zwischen 2000 und 3000 Euro und müssen von den Betroffenen selbst getragen werden. Die sehr praxisbezogene und interessante Präsentation führte den Jugendlichen deutlich vor Augen, welche Auswirkungen und Schäden der Konsum von Drogen mit sich zieht. Luisa van der Vorst, MSS 12 Peter-Wust-Gymnasium Wittlich