Alles denglisch

SCHWEICH. Heute wird fast nirgendwo auf der Welt noch reines Deutsch gesprochen. Das ist auch gar nicht möglich, denn viele Wörter sind schon eingedeutscht worden, die meisten aus dem Englischen, aber auch viele aus dem Französischen.

Den großen Anteil englischer Wörter in der deutschen Sprache haben wir in der Hauptsache den Medien zu verdanken, denn heute gibt es zum Beispiel keinen großen Samstagabendfilm mehr, sondern einen "Blockbuster" oder die "Movie Highlights". Durch den technischen Fortschritt in den USA kommt man auch gar nicht ohne englische Fachbegriffe aus. Ein weiterer Faktor, der größtenteils Jugendliche zum Umgang mit englischen Wörtern "zwingt", ist die Musik. Jugendliche suchen sich meist Idole aus der Musik- oder Filmbranche Amerikas und versuchen diese nachzuahmen. Sehr beliebte Idole sind die "Pimps", die mit Ketten behängten, Markenkleidung tragenden "Rapper" oder auch Filmstars aus Amerika und England. Auch in der Erwachsenenwelt ist man heute ohne Englisch fast verloren, sei es in einem Telefongespräch mit einem ausländischen Kunden, sei es im Umgang mit dem Computer. Doch auch englische Berufsbezeichnungen werden immer geläufiger. So wird zum Beispiel ein Verkäufer auf der Visitenkarte zum "Salesmanager". Mir persönlich ist es egal, inwiefern andere Leute ihren deutschen Wortschatz "verunstalten", doch will ich für meinen Teil nur dann Englisch benutzen, wenn es sein muss. Stefan Braun, Klasse 8a, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Schweich