Bis die Köpfe rauchen

Bis die Köpfe rauchen

GEROLSTEIN/DAUN. "Gerolsteiner! Und dein Durst kann was erleben!", so lautet der aktuelle Slogan des Gerolsteiner Sprudels. Wie dieser Slogan ins Bild gesetzt wird, davon handelt dieser Artikel.

Yvonne Boschmann, Marken-Managerin der Marketingabteilung bei Gerolsteiner, erklärte bei einem Besuch der Klassenstufe 9 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums auf dem Gelände des Herstellers, dass diese Kampagne ausschließlich im Fernsehen zu sehen ist. "Dieses Medium ist das beste, um möglichst schnell möglichst viele Menschen anzusprechen", stellte sie in den Vordergrund. Nur so könne rasch und kurzfristig eine breite Zielgruppe angesprochen werden, die für Markenbekanntheit sorgt. Da Gerolsteiner Marktführer in Deutschland ist, muss mit Dingen in der Werbung gearbeitet werden, an denen man das Produkt wiedererkennt. Den Zuschauern müssen Produktvorteile und Verwendungsanlässe anschaulich demonstriert werden, so dass man im Handel (auch POS, Point of Sale, genannt) möglichst großen Gewinn erzielen kann. Doch hinter einer solchen Kampagne steckt viel Arbeit. Die zuständigen Mitarbeiter vergleichen in einem Kreativbriefing ihr Produkt mit anderen Sprudelanbietern. Sie denken, bis ihnen die Köpfe rauchen. Langsam wird dann der Spot entwickelt. Ideen werden gesammelt und so genannte Storyboards angefertigt. Storyboards sehen aus wie eine Reihe von Comicbildern, sind aber in Wirklichkeit schon der Ablauf der Situation, der dann später im Fernsehen zu sehen sein soll. Diese werden dann auf den Computer geladen und der Reihe nach abgespielt, um zu entscheiden, ob der Track wirklich so ablaufen soll. Fachkundige nennen diesen Vorgang auch "Product Animatics". Sind diese abgeschlossen, werden Vorbereitungen für die Produktion, also für den Dreh des Werbespots, getroffen. Castings müssen abgehalten werden, um geeignete Personen für den Spot auswählen zu können. Am Tag des Drehs können ganze Straßen gesperrt werden. Doch manchmal kann es dann ganz schön langweilig sein, wenn man stundenlang darauf warten muss, bis dies oder das an der richtigen Stelle ist. Aber darüber sieht man gerne hinweg, wenn man später vor dem Fernseher mitfiebern kann: " Und dein Durst kann was erleben!" Aimee Moll, Jeanette Pantenburg, Evelyn Kaiser, Jennifer Zens, Klasse 9b des Geschwister-Scholl Gymnasiums in Daun

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