Bonjour, Madame

BITBURG. Nachdem die Kinder die Leiterin des Kindergartens "Pumuckl" in einem kleinen Eifeldorf auf französisch begrüßt haben, singen sie im Kanon "le coque est mort". Zweisprachig im Kindergarten – Alltag oder nur die Idee einiger Politiker?

Viele Kinder langweilen sich im Kindergarten. Sie wünschen sich in die Schule zu kommen, um endlich etwas zu lernen. Dort aber werden sie enttäuscht, denn sie werden zu schnell und zu plötzlich mit zu viel Lernstoff überrumpelt. Dabei können sie bereits mit etwas höheren Anforderungen im Kindergarten auf die folgende Schulzeit vorbereitet werden. Viele Eltern befürchten aber, dass ihre Kinder mit einer Fremdsprache überfordert werden, dass die Kinder viel zu jung sind, oder dass das spielerische Lernen keine Erfolge erzielt! 70 Prozent der von uns Befragten sind jedoch dafür, dass die französische Sprache schon im Kindergarten angeboten wird. Der frühe Einstieg ins Fremdsprachenlernen hat viele Vorteile: Mit freiwilligem Französisch bekommen Kinder das erste Gefühl für eine fremde Sprache. Da sie noch jünger und lernfähiger sind, können sie schneller den Klang und die Aussprache lernen. Wichtig ist nur, dass der Sprachunterricht in der Grundschule fortgesetzt wird, damit das Gelernte nicht wieder verloren geht. Also lasst uns mit dem Sprachunterricht beginnen, damit auch schon die Kleinsten "Bonjour, Madame, ca va?" sagen können! L. Heintges, K. Fehr und C. Wald, Klasse 8d des St.-Willibrord-Gymnasiums, Bitburg

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