Das gesunde Nass

BITBURG. Wasser ist einer der wichtigsten Stoffe, die der Mensch braucht. Ohne Wasser kann der Mensch nur rund eine Woche überleben. Aber es gibt große Unterschiede, denn Wasser ist nicht gleich Wasser! Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Wasserarten.

Trinkwasser kann aus Grundwasser oder Oberflächenwasser hergestellt werden, jedoch muss es den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Es steht aber auch jederzeit als Leitungswasser zu Verfügung. Bei Bedarf kann es gechlort, entsäuert, gefiltert oder anders behandelt werden. Das Trinkwasser ist als Lebensmittel sofort trinkbar. Quellwasser stammt wie das Mineral- und Heilwasser aus unterirdischen Wasservorkommen. Es wird dort, an den natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen direkt abgeschöpft. Doch es braucht nicht wie Mineral- und Heilwasser eine amtliche Annerkennung, sondern muss nur den gleichen Anforderungen wie Trinkwasser genügen. Leitungswasser wird in Deutschland zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu etwa einem Drittel aus Oberflächenwasser (Seen und Talsperren) gewonnen. Es kann zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sein und später mit Hilfe von Chemikalien aufbereitet werden. Die Qualität des Leitungswassers wird kontrolliert, bevor es von den Wasserversorgern ins Rohrnetz eingespeist wird. Tafelwasser ist kein Naturprodukt. Es wird künstlich hergestellt - meist aus Trinkwasser als Grundsubstanz und Meerwasser, Sole, Mineralstoffen und Kohlensäuren. Tafelwasser kann an jedem beliebigen Ort hergestellt und abgefüllt werden und benötigt keine amtliche Anerkennung. Auch darf sein Name weder den Begriff "natürlich", noch einen Brunnen- oder Quellnamen beinhalten. Mineralwasser hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und wird aus natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen. Es enthält von Natur aus viele Mineralien. Dieses Wasser muss aber zuvor noch 200 Einzeluntersuchungen bestehen, amtlich anerkannt sein und auf Ursprünglichkeit geprüft werden, bevor es den Namenzusatz "natürliches Mineralwasser" tragen darf. Es muss am Quellort in bestimmte Gefäße abgefüllt werden, um die Reinheit bis zum Verzehr zu bewahren. Natürliches Mineralwasser darf weder chemischen Stoffe, noch zusätzliche Mineralstoffe enthalten. Heilwasser stammt aus speziellen Heilquellen und wie natürliches Mineralwasser aus reinen Wasservorkommen. Die medizinische Wirksamkeit wird in einem aufwändigen Test nachgewiesen. Es hilft bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen, Nierenleiden und bei Osteoporose. Schüler der Klasse 8d, St.-Willibrord-Gymnasium, Bitburg

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