Drehtermin im Zugwaggon

Drehtermin im Zugwaggon

TRIER. "Reisezeit – Lesezeit" war das Motto des großen Kreativwettbewerbs zum Welttag des Buches, , den die Stiftung Lesen und ihre Partner Deutsche Bahn, Omnibus Verlag und ZDF ausgeschrieben hatten.

Als wir, die 5a des Max-Planck-Gymnasiums, mit unserer Deutschlehrerin, Frau Kurzbach, die Wettbewerbsunterlagen studierten, war schnell klar: Wir werden am Kreativwettbewerb teilnehmen! Nicht der erste Preis (eine mehrtägige Klassenfahrt), sondern der zweite zog uns magisch an: eine Fahrt zum ZDF tivi-Studio nach München zur Quiz-Show "1, 2 oder 3". In verschiedenen Gruppen gestalteten wir eine Fotostory und einen Comic, lesende Menschen im Zug wurden fotografiert, eine Lok und verschiedene Lesewaggons aus Karton gebastelt, ein Legozug mit Leseabteilen und -figuren gebaut und dazu ein Powerpoint-Vortrag erstellt. Ein Schüler schrieb, komponierte, spielte und sang einen "Bahnsong" und eine letzte Gruppe schrieb ein Theaterstück für die ganze Klasse. In diesem Stück werden Lesende im Zugabteil von einer hereinstürmenden Schulklasse um ihre Ruhe gebracht. Die dabei entstehenden Probleme und ihre Lösungen haben allen viel Spaß bereitet. Beim Proben kam uns die Idee, die geplante Videoaufnahme nicht in der Schule, sondern in einem Zugwaggon zu machen. Kurzerhand fragten wir bei der Regio-Abteilung der Bahn in Trier nach. Alle Mitarbeiter dort, von der Dame an der Information bis hin zum Regiochef, Herrn Heintz, waren begeistert von unserem Projekt. Ein Schaffner versprach, uns seine rote Mütze für die Aufnahmen zu leihen. Herr Heintz und seine Mitarbeiter organisierten einen Zugwaggon mit Fahrradabteil für uns, die für einen Vormittag lang auf dem Abstellgleis bereitstehen sollten. Am Freitag war er endlich da: der Aufnahmetag auf dem Trierer Hauptbahnhof. Unsere Lehrer, Frau Kurzbach und Klassenlehrer Dr. Lang, rannten mit Kameras und Camcordern von einem Ort zum anderen, behielten aber Gott sei Dank die Übersicht und gute Laune. Mit jeder Aufnahme klappten die Szenen immer besser, bis alles im Kasten war. In den folgenden Tagen zeigten wir viel Geduld beim Schnitt des Films, wofür wir das digitale Schneidesystem "Casablanca" benutzen durften (Danke an das Medienzentrum Trier!), und dann schickten wir all unsere Beiträge an die Stiftung Lesen ab. Bei über 1000 Einsendungen dauerte es ganze zwei Monate, bis die Gewinner bekannt gegeben wurden. Und was haben wir gewonnen? Die Fahrt zum ZDF! Und wie wir uns gefreut haben, als unsere beiden Lehrer das verkündet haben, das ist schon der Anfang von unserem neuen Film: "Die Fahrt nach München". Schüler der Klasse 5a des Max-Planck-Gymnasiums Trier