Klingeltöne und Schuldenfallen

Klingeltöne und Schuldenfallen

WITTLICH. Haben Handys unser Leben wirklich weder positiv noch negativ beeinflusst, wie viele der von uns befragten Erwachsenen meinen? Oder haben die Jugendlichen Recht, die behaupten, Handys würden eine gewisse Freiheit, Sicherheit und Unabhängigkeit bieten.

Ein Handy hat viele Vor- und Nachteile. Es ist ein durchaus praktischer Begleiter, man ist immer erreichbar und im Notfall kann man HIlfe rufen, ohne eine öffentliche Telefonzelle suchen zu müssen. Für Jugendliche bedeutet ein Handy sowohl Freiheit als auch Unabhängigkeit von den Eltern, da sie jederzeit kommunizieren können. Ebenfalls bietet das Handy genügend Speicherplatz für Adressen, Nummern, Termine und allerlei andere Dateien und dient nicht nur als Arbeitsplatz, sondern auch als Spaßfaktor durch Spiele oder Klingeltöne. Jedoch kann der Gebrauch eines Handys auch fatale Folgen haben: So empfinden zum Beispiel viele Handybesitzer den Drang, ständig Bekannte anzurufen oder ihnen Kurzmitteilungen zu schicken. Der Gebrauch des Handys wird so zu ihrer Hauptbeschäftigung. Daher kann man die Handys heutzutage zur modernen, jedoch leichten Droge zählen. Diese Suchtgefahr ist fast immer mit einer hohen Handyrechnung verbunden, was heißt, dass viele Mobiltelefonbesitzer früher oder später enorme Geldprobleme bekommen. Wenn die Probleme eskalieren, ruiniert sich der jugendliche Handybesitzer häufig selbst. Auch über die Schädlichkeit der vom Handy ausgehenden Strahlen diskutieren die Experten. Unter anderem fördern die Strahlen Gehirntumore, der Betroffene kann an Augenkrebs erkranken, es führt zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Ebenfalls beeinflussen die Strahlen Geräte auf Pflegestationen und in Krankenhäusern und machen so die notwendige Hilfeleistung in lebensbedrohlichen Situationen beinahe unmöglich. Zudem haben die Strahlen in Bussen und Flugzeugen einen negativen Einfluss auf Systeme, wo der Gebrauch eines Handys oftmals schon untersagt ist. Da sich die Jugendlichen der Gefahren eines Handys oft nicht bewusst sind, haben wir eine Umfrage in unserer Schule gemacht. Da etwa 60 Prozent der befragten Personen (Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren) bereits ein Handy besitzen, konnten wir genauere Informationen über die Aussagen und die Gründe des Handybesitzes sammeln. Sie haben ergeben, dass etwa zwei Drittel der Handybesitzer ihr Handy auf eigenen Wunsch haben, und sie geben bis zu 12 Euro im Monat dafür aus. Abschließend können wir sagen, dass ein Handy viele positive Eigenschaften hat, oftmals aber auch Gefahren mit sich bringt. Deshalb raten wir allen Jugendlichen, sich vor dem Kauf eines Handys gründlich darüber zu informieren. Marina Herrmany, Helene Spät, Klasse 9b, Peter-Wust-Gymnasium Wittlich