Mit Zeit, Talent und Sitzfleisch

Mit Zeit, Talent und Sitzfleisch

WITTLICH. Joanne K. Rowling mit ihrer "Harry Potter"-Serie und Alfred Hitchcock mit den "drei Fragezeichen" sind nur zwei Beispiele für prominente Jugendbuchautoren. Aber gibt es auch Jugendliche, die selber Bücher schreiben? Es gibt sie!

Freya Gräfin von Korff mit "Jenseits der Zauberweiden" ist nur ein Beispiel. Doch wie schaffen es Jugendliche, solche erfolgreichen Bücher zu schreiben? Für diese Frage gibt es eine einfache und kurze Antwort: Sie wissen, von was sie schreiben! Die jungen Autoren sind in dem Alter und kennen die Probleme, von denen ihre Bücher handeln, und die jungen Leser sind interessiert an den Lösungsversuchen. Seit einigen Jahren setzt sich der Trend durch, ab und zu auch jüngeren Autoren, die unter 20 Jahren sind, eine Chance auf eine Buchveröffentlichung zu geben, um damit auch die gleichaltrige Leserschicht auf das Verlagsprogramm aufmerksam zu machen oder wieder zurück zu gewinnen. Es gibt sogar sehr erfolgreiche und bekannte Autoren, wie zum Beispiel Benjamin Lebert. Er hat schon mit zwölf Jahren angefangen zu schreiben. Mit 16 Jahren brachte er 1998 seinen ersten Roman "Crazy" heraus, der inzwischen in 33 Sprachen übersetzt und von Hans-Christian Schmid verfilmt wurde. Fünf Jahre später erschien sein zweites Werk "Der Vogel ist ein Rabe", das als Theaterstück am 12. April im Theater Trier uraufgeführt wurde. Die meisten Jugendlichen begannen aus Langeweile zu schreiben. Man hatte es nicht für möglich gehalten, mit welchem Stoff sich Jugendliche beschäftigen. Die Spanne der Themen reicht von Fantasie über Romantik bis hin zu Alltagsgeschichten. Gewiss erkennt man Strukturen aus anderen Büchern oder Filmen, aber dennoch sind diese Bücher etwas besonderes. Sie sind leicht zu verstehen, da sie die Jugendsprache benutzen und sie sind witziger, als wenn Erwachsene versuchen, sich wieder in ihre Jugendzeit zu versetzen. Talent und Spaß am Schreiben müsste man schon haben, Zeit und viel gutes Sitzfleisch ebenso, denn schließlich schreibt sich ein Buch nicht in ein paar Stunden. Ein bisschen Selbstbewusstsein gehört auch dazu, um das eigene Werk überzeugend zu verkaufen. Auch darf man sich von Misserfolgen nicht gleich entmutigen lassen, denn Übung macht den Meister. Das zeigt auch das Beispiel von Freya Gräfin von Korff: Mit zwölf Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch, erst ihr zweites Werk "Jenseits der Zauberweiden" erschien in einem wirklich großen Verlag. Mittlerweile ist sie 17 Jahre alt und schreibt an ihrem vierten Roman. Alles im allem handelt es sich bei diesen jugendlichen Autoren um sehr talentierte Menschen, welche wahrscheinlich in Zukunft zu den erwachsenen Bestsellerautoren gehören werden. Meike Heck, Anna Land, Simone Becker, Klasse 9a, Peter-Wust-Gymnasium