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Privat ist er verrückt nach Technik

 Unternehmer Hans-Joachim Kurth referiert über seine Firmen-Philosophie. Foto: Schule
Unternehmer Hans-Joachim Kurth referiert über seine Firmen-Philosophie. Foto: Schule
"Ich sehe großes Potenzial in Kaufkraft, Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklung für die Stadt Bitburg." Das sagt mit vollster Überzeugung Hans-Joachim Kurth. Die meisten Bitburger kennen ihn unter seinem Spitznamen Hanno und verbinden mit ihm das Elektrogeschäft EP Kurth in der Poststraße.

Bitburg. Schon seit 1982 leitet Hans-Joachim Kurth das Unternehmen, hinter dem mehr steckt, als man vermutet. Denn hinter Waschmaschinen, Handys und Fernsehern verbergen sich große Projekte in der Region, die etwa 90 Prozent des Umsatzes ausmachen. Dazu zählt zum Beispiel die technische Ausstattung der "Bitburger-Marken-Erlebniswelt", die Beleuchtung der Konstantinausstellung im Rheinischen Landesmuseum in Trier sowie die Sicherheitsausstattung in der JVA Wittlich.

Der 58-Jährige stellt sehr positive Zukunftsprognosen für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und betont den hohen Anspruch an technischer Ausstattung des Mittelzentrums Bitburg. Außerdem sorgen die guten Einkommensverhältnisse der Einwohner für eine Vielzahl an Aufträgen - nicht nur für Kurth, sondern auch für andere Bitburger Unternehmen.

Schwierige Suche nach Facharbeitern



Das Problem, dass durch die gute wirtschaftliche Entwicklung entsteht, sieht der zweifache Vater darin, dass Facharbeiter immer schwieriger zu finden sind, was es schwierig macht, alle Aufträge wahrzunehmen. "Mitarbeiter sind das höchste Gut", sagt Hanno Kurth. Daher legt er bei der Einstellung des Personals neben fachlichen Kompetenzen insbesondere Wert auf menschliche Qualitäten. Beweis für die große Vertrauensbasis zwischen Angestellten und Geschäftsführer ist sein Plan, das Geschäft von zweien seiner Mitarbeiter weiterführen zu lassen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 40 Mitarbeiter und bildet zwölf Lehrlinge zu Elektronikern und Kaufleuten im Handwerk aus.

Ein Plädoyer für den Standort Bitburg



Dienstleistung ist für Hans Joachim Kurth Firmenphilosophie und Zukunftsstrategie zugleich. Denn die persönliche Beratung macht den entscheidenden Unterschied zwischen einem Kauf im Internet und dem Kauf im Einzelhandel aus. Das wichtigste Zukunftsprojekt des Unternehmens ist der Bau eines neuen Standortes im Gewerbegebiet "Auf Merlick", der in wenigen Tagen beginnt. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Grundstück werden 900 Quadratmeter als Lagerhalle und 600 Quadratmeter für Büros zur Verfügung stehen. Auch dies untermauert Kurths sehr positive Haltung gegenüber dem Standort Bitburg.

Und wie lebt der im Gewerbeverein Bitburg aktive "Hanno" privat? In seinen eigenen vier Wänden ist alles auf dem technisch neuesten Stand. "Da bin ich ein bisschen verrückt", gibt der Elektrotechniker zu, "das muss man aber sein, dadurch kommt Dynamik ins Spiel."