Schäden fürs Gehirn

TRIER. Cannabis, genannt Hanf, gehört zu der Gruppe der Halluzinogene, was bedeutet, dass es eine "bewusstseinserweiternde" Wirkung auf den Konsumenten hat und eine Reizüberflutung des Gehirns verursacht, welche zu intensiverer Farb- oder Musikwahrnehmung führt. Zudem kann es Angstzustände und Panikattacken hervorrufen.

Es gibt zwei verschiedene Sorten von Hanf: den amerikanischen und den indischen Hanf. Der amerikanische Hanf liefert das Rauschgift Marihuana. Aus dem indischen Hanf wird Haschisch gewonnen. Laut US-amerikanischen Forschern beeinträchtigen die im Hanf vorkommenden Substanzen die Zeugungsfähigkeit. Hanf macht abhängig und der Teer im Hanfrauch enthält 50 Prozent mehr krebserregende Stoffe, als sie im Tabakrauch enthalten sind. Man nimmt an, dass Marihuana der Lunge ähnlich viel schadet wie normaler Zigarettentabak. Besorgniserregend ist, dass der regelmäßige Konsum dieser Droge bei Kindern und Jugendlichen nachhaltig das Denken und das Lernvermögen einschränkt. Außerdem führt Hanf zu Veränderungen des Gehirns. Langfristig wird bei Konsum von Hanf das Leseverständnis, das Gedächtnis, die Sprache und die Reaktionszeit stark beeinträchtigt. Nach einer Umfrage geben 27,3 Prozent der 14- bis 15-jährigen Schüler an, Cannabis schon mindestens einmal konsumiert zu haben, womit Cannabis nur von Alkoholkonsum und Rauchen übertroffen wird. Hanf wird auch zu medizinischen Zwecken, wie zum Beispiel zur Behandlung sehr starker Schmerzen, eingesetzt. Der Handel mit Hanf ist in den meisten Ländern illegal, außer in Holland, wo in den so genannten "Coffee-Shops" der Konsum und auch der Verkauf an Volljährige legal ist. Johannes Bremm, 9d Friedrich-Wilhelm-Gymnasium