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Trauben, Eimer und ein Schlitten

Trauben, Eimer und ein Schlitten

Jedes Jahr um die Herbstzeit werden in den Weinbergen die Trauben gelesen. Auch bei mir im Dorf sind einige Winzer, die mit ihren Arbeitern früh morgens in die Weinberge ziehen. Auch ich helfe oft in den Herbstferien bei einem mir bekannten Winzer.

Trier. Der Tag fängt meist schon früh, morgens um 8 Uhr an. Ich stehe auf, mache mich fertig und gehe mit festem Schuhwerk gegen 9 Uhr zum Keller des Winzers. Dort wird der Maischewagen, der Anhänger für die Trauben, an den Traktor gehängt, alles zusammengepackt - und mit Autos und Trecker geht es dann los Richtung Weinberge. Am Ziel angekommen, nimmt sich jeder aus dem Team einen kleinen Eimer und eine Schere und geht damit zu den Weinreben.
Man beginnt am untern Ende des Weinberges und jeder bekommt ein bis zwei Reihen mit Rebstöcken zugeteilt und fängt an, die Trauben von der Rebe zu schneiden. Jeder sammelt die Trauben in seinen Eimer, und wenn dieser voll ist, wird er geleert. Oben am Wingert steht der Traktor, an diesem ist ein sogenannter Schlitten befestigt, der in den Wingert gezogen wird, hier werden die Eimer mit den Trauben ausgeleert. Sobald der Schlitten voll ist, wird er vom Trecker mit einer Seilwinde hochgezogen und die Trauben kommen in den Maischewagen.
Der Schlitten wird immer und immer wieder befüllt. Um die Mittagszeit gehen alle Arbeiter zum Erntewagen, um Pause zu machen. Sobald die Reben alle gelesen sind, der Maischewagen voll ist, machen sich alle auf den Weg zum Kelterhaus. Ich gehe dann nach Hause, doch für den Rest der Arbeiter geht es noch weiter mit der Arbeit im Keller. Ich gehe recht gerne in den Wingert, da es immer eine schöne Kulisse ist und ich leicht etwas Geld dazu verdiene. Am Ende des Tages bin ich dann zu Hause und bin etwas geschafft, da es doch manchmal recht anstrengend ist.
Yasmin Bender, Berufliches Gymnasium BBS Gewerbe und Technik Trier, Klasse 11