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Augen richten sich auf Sorgen und Nöte der Kinder

Augen richten sich auf Sorgen und Nöte der Kinder

Kinder stehen bei besonders vielen Projekten von "Meine Hilfe zählt" im Mittelpunkt: Leseförderung, Innenspielplätze und mitunter der Bau ganzer Schulgebäude werden ermöglicht. Mit Blick auf das neue Jahr sind erneut große Vorhaben geplant, wie der Bau eines Kinderkrankenhauses in Tansania und der Ausbau der Ambulanten Brückenpflege bei "nestwärme" in Trier.

Trier. Als eine "einzige Katastrophe" beschreibt der Verein "Kinderhilfe Moshi/Tansania" die medizinische Versorgung in der gleichnamigen ländlichen Region des ostafrikanischen Landes. Ein Krankenhaus existiert bisher für 150 000 Menschen und das ist von den Dörfern aus schlecht zu erreichen. Besonders dramatisch erscheint die hohe Sterblichkeitsrate bei Geburten und während der Kindheit: Nach den Daten des Vereins wird nur ein Viertel aller Kinder das fünfte Lebensjahr erreichen.

Mit dem Kauf eines Grundstücks hat die tansanische Partnerstiftung "Kirua Children Care Foundation" 2010 den ersten entscheidenden Schritt für ein neues Kinderkrankenhaus getan. Unmittelbar angrenzend an den Kilimanjaro-Nationalpark wird nun gebaut, Anfang 2018 ist die Eröffnung des "Hospital St. Monica" geplant. Aus Deutschland will man Schützenhilfe beim Kauf des benötigten Baumaterials leisten. 9 999 Euro hofft der Verein über die TV-Aktion zu sammeln, seit Projektstart Mitte Dezember sind bereits 400 Euro zusammengekommen. Da keine Verwaltungskosten berechnet werden, soll das Geld vollständig nach Moshi fließen. Wer das Kinderkrankenhaus fördern möchte, kann unter der Projektnummer 50951 spenden.
Ein Pflegebett und drei Gerätewagen für die mobile medizinische Versorgung möchte der Verein "nestwärme" kaufen: zum Ausbau seiner ambulanten Unterstützung schwerstkranker Kinder nach einem Klinikaufenthalt. 5 760 Euro sind dafür notwendig.

Die sogenannte Ambulante Brückenpflege soll betroffenen Familien den Übergang von der stationären Versorgung im Krankenhaus zur Pflege im eigenen Zuhause erleichtern. Die Kinder wohnen mit Mutter oder Vater in bedarfsgenauen Familienzimmern in der Trierer Nestwärme-Einrichtung. Während der Tage oder Wochen des Aufenthalts werden Eltern und Nachwuchs individuell betreut und von staatlich examinierten Pflegefachkräften begleitet. "In familiärer, geschützter Atmosphäre erlernen die Eltern die intensivpflegerische Versorgung Ihres Kindes und den Umgang mit lebensunterstützenden Technologien", beschreibt es der Verein.

Pflege zuhause beginnt jedoch zumeist mit der Anschaffung eines geeigneten Spezialbettes. Ursprünglich war geplant, dass die Familien ihr eigenes Pflegebett zum Brückenangebot bei "nestwärme" mitbringen. Da sich hier jedoch erhebliche bürokratische und finanzielle Hürden aufgetan haben, ist nun die Anschaffung eines eigenen Pflegebetts für die Einrichtung vorgesehen. Drei Schiebewagen sollen sicherstellen, dass medizinische Geräte wie beispielsweise Beatmungshilfen sowohl am Bett als auch bei kleinen Spaziergängen genutzt werden können. Für das Projekt bittet "nestwärme" unter der Nummer 51345 um finanzielle Hilfe.

Beim Kinderschutzbund Trier ist man überzeugt: Die bloße Anwesenheit von Hunden mit ihrer wert- und vorurteilsfreien Wesensart schafft eine vertrauensvolle, geborgene und sicherheitsspendende Atmosphäre. Deswegen soll ein besonderes therapeutisches Angebot mit den Vierbeinern helfen, das Selbstwertgefühl von Kindern zu stärken und ihre Sozialkompetenz zu steigern. Die Vorteile aus Sicht der Projektplaner: "Die Tiere geben den Kindern direkte Rückmeldung auf ihr Verhalten. Sie bewerten nicht. Sie interessieren sich nicht für ihre Geschichte oder Probleme." Für die Arbeit mit den Kindern wurden die Therapiehunde vorab entsprechend professionell geschult.
Im Oktober vergangenen Jahres wurde ein einwöchiger Kurs mit zwölf Teilnehmern aus der Region erfolgreich abgeschlossen. Eine geplante Wiederholung ist mit Kosten von 6 000 Euro verbunden, der Förderverein des Kinderschutzbunds Trier wirbt unter der Projektnummer 50745 um Unterstützung.

Bereits erfolgreich auf den Weg gebracht wurde der Bau eines Spielraumes für die Wintermonate in der von "Lifegate Rehabilitation" betreuten Kindereinrichtung im Westjordanland. Mit Unterstützung aus Deutschland werden dort behinderte Kinder und Jugendliche unterstützt, denen vonseiten des Staates nicht geholfen wird. "Mit großer Freude haben die Kinder den Innenspielplatz in Betrieb genommen", berichtet nun "Lifegate" über eine Verbesserung des Angebots im Winter. Für die ausgeführten Holzarbeiten fehlen zwar noch 1 165 Euro in der Finanzierung, aber eine Teilauszahlung von "Meine Hilfe zählt" hat den Bau schon jetzt ermöglicht. Weitere Spenden werden unter Projektnummer 34887 noch angenommen.Extra

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