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Bildung und Kultur für Flüchtlingskinder

Im Projekt „Kultur und Kreativität ohne Grenzen“ will der Kinderschutzbund in Trier einheimische und Flüchtlingskinder über Kunstprojekte wie Theater- oder Malworkshops (Fotos) zusammenbringen. Fotos (2): Kathrin Perone (1), Mehrdad Sade (1)
Im Projekt „Kultur und Kreativität ohne Grenzen“ will der Kinderschutzbund in Trier einheimische und Flüchtlingskinder über Kunstprojekte wie Theater- oder Malworkshops (Fotos) zusammenbringen. Fotos (2): Kathrin Perone (1), Mehrdad Sade (1) FOTO: red red (red) ("TV-Upload red"
Trier/Daun/Zahlé. Ein neues und ein abgeschlossenes Projekt richten sich an Flüchtlingskinder: Während eine Schule im Libanon jetzt fertig ist, möchte der Trierer Kinderschutzbund mit einem Kunst-Projekt die Verständigung zwischen Kulturen fördern. Daniel John

Trier/Daun/Zahlé. Die Zahl der Flüchtlinge, die neu nach Deutschland kommen, ist zwar stark gesunken - nicht aber die Zahl derer, die bereits hier sind und für die es nun geeignete Angebote zur Integration braucht. Der Trierer Kinderschutzbund startet dazu ein Projekt unter dem Motto "Kultur und Kreativität ohne Grenzen", das sich gleichermaßen an einheimische und neu zugewanderte Kinder richtet.

Es zielt "auf die Zusammenführung von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Kulturkreise und will somit eine Brücke zu gegenseitigem Kennenlernen, persönlicher Verständigung und Wertschätzung bis hin zur Integration bauen", wie es in der Projektvorstellung auf www.volksfreund.de/meinehilfe heißt. In Gruppen von jeweils zehn Kindern - zur Hälfte deutsch, zur Hälfte ausländisch - beschäftigen sich die Teilnehmer gemeinsam mit bildender Kunst, Musik, Literatur und Theater, unter Anleitung von Künstlern aus den jeweiligen Disziplinen und von pädagogisch geschulten Betreuern. Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende für Pinsel und Farben, Kinderbücher, Mundharmonikas, Stoffe und vieles mehr unter der Projektnummer 43291

Weitaus mehr syrische Flüchtlinge als Deutschland hat der Libanon aufgenommen - und das, obwohl das Land zuvor kaum mehr Einwohner als Rheinland-Pfalz hatte, bei einer nur etwa halb so großen Fläche. Weil es in den Flüchtlingssiedlungen an der nötigen Infrastruktur fehlt, hat der Trierer Verein FAOSE eine Schule nahe des Ortes Zahlé errichtet. Diese ist jetzt vollständig finanziert: "Durch eure Hilfe können wir mit den restlichen Spendengeldern die Schule mit Schulbänken ausstatten und das Projekt abschließen. Eine Organisation aus dem Libanon übernimmt unsere jetzt in anderthalb Jahren aufgebaute Schule und führt diese nach unseren Vorstellungen weiter", berichtet FAOSE-Gründer Omar Abouhamdan - selbst Exil-Syrer.

Gute Neuigkeiten gibt es auch von der Trierer Lebenshilfe, obwohl das Projekt erst einen Finanzierungsstand von 75 Prozent aufweist: "Dank eurer Spenden können wir jetzt das rollstuhlgerechte Fahrzeug anschaffen! Nachdem durch euch schon ein großer Anteil finanziert wurde, ist jetzt auch die letzte Hürde genommen", schreibt Lebenshilfe-Sprecher Daniel Palussek im Projektblog.

Ausgebaut werden die Lernpatenschaften des Caritasverbands Westeifel: "Für unser Projekt konnten wir acht neue sehr motivierte Lernpatinnen gewinnen", berichtet die Projektkoordinatorin Melanie Schermann. Die erste Qualifizierungsrunde hat bereits begonnen. Spenden sind weiterhin unter der Projektnummer 15903 möglich.
volksfreund.de/meinehilfeExtra

Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten.

FOTO: red red (red) ("TV-Upload red"