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Ein Unterschlupf für die Waldpänz

Ein Unterschlupf für die Waldpänz

Wie riecht der Frühling? Wie fühlt sich Waldboden an? Warum fallen die Blätter vom Baum? All das sollen die Kinder im Trierer Waldkindergarten Waldpänz täglich erleben. Das Angebot könnte im März 2012 starten, vorher muss aber noch der Zirkuswagen, der als Unterschlupf dient, renoviert werden.

Trier. Etwas unsicher tapsen Jonas (2) und Peer (1) durch den leeren Zirkuswagen. Noch steht der auf einem Parkplatz an der Aachener Straße. Wenn alles gutgeht, soll er im Frühjahr 2012 in den Weisshauswald umziehen und dort Basis für eine Waldkindergartengruppe werden. Ingo Langner, Vater von Jonas, und Katja Siebert-Schmitt, Mutter von Peer, sind Mitglieder des Vereins Waldpänz, der das Projekt angestoßen hat. Ob der Waldkindergarten wirklich im Frühjahr starten kann, entscheidet der Stadtrat. Im Haushaltsentwurf für 2012 sind Mittel für die Waldpänz eingeplant, deren Wirksamkeit aber sowohl von der Entscheidung des Stadtrates als auch von der späteren Haushaltsgenehmigung durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) abhängt - so erklärt es Hans-Günther Lanfer, Pressesprecher der Stadt Trier.
Die Eltern sind optimistisch, dass es schnell klappt mit den Waldpänz. Eine Gruppe von 15 bis 18 Kindern soll dann das ganze Jahr über draußen in der Natur betreut werden. "Unsere Kinder erleben in ihrem Alltag einfach viel zu wenig Natur", sagt Initiatorin Katja Siebert-Schmitt. Dabei sei es gerade für kleine Kinder wichtig, draußen zu sein. "Das sind elementare Erfahrungen, die viele Stadtkinder gar nicht mehr machen", sagt sie.
Im März dieses Jahres gründete Siebert-Schmitt gemeinsam mit anderen Eltern einen Verein, um das Projekt Waldkindergarten voranzutreiben. Die Initiative arbeitet mit dem Palais e.V. zusammen, der auch den Zirkuswagen angeschafft hat. "Das war ein Glücksfall", sagt Katja Siebert-Schmitt. Sie hatte vor einigen Monaten eine Anzeige im Internet geschaltet, auf die sie mehrere Angebote erhielt. Verliebt haben die anderen Eltern und sie sich in den Zirkuswagen, den das Weinhaus Neuerburg aus Kasel ihnen anbot. Bei Regen, Gewitter, Schnee oder extremer Kälte soll der Wagen den Kindern und Betreuern Unterschlupf bieten.
Vorher ist aber noch einiges zu tun: Die Innenwände müssen neu vertäfelt, der Fußboden muss abgeschliffen werden. Ein altes Ofenrohr wird ausgebaut, zudem fehlt bisher eine Treppe zum Eingang des Wagens. Für den kindgerechten Ausbau braucht der Verein insgesamt 5434 Euro, ungefähr 40 Prozent des Geldes ist schon da. Katja Siebert-Schmitt hofft, dass der Ausbau zügig beginnen kann. Auch weitere Vereinsmitglieder sind wilkommen, sagt sie. "Je mehr Unterstützung wir haben, desto besser."
Interessierte Eltern können sich bei Katja Siebert-Schmitt unter info@siebert-schmitt.de oder telefonisch unter 0651-9679435 melden.
Projektnummer: 7789

volksfreund.de/meinehilfe
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