Erste Schritte zur Integration bei Kaffee und Kuchen

Erste Schritte zur Integration bei Kaffee und Kuchen

Immer dienstags laden Ehrenamtliche aus Trier-Nord Flüchtlinge und Bewohner des Stadtteils ins Bürgerhaus Trier-Nord ein. Doch das Zusammenkommen ist weitaus mehr als ein Kaffeeklatsch.

Trier. Nur ein paar Hundert Meter vom Bürgerhaus Trier-Nord entfernt befindet sich die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA). In der Dasbachstraße finden Flüchtlinge Schutz und hoffen auf ein besseres Leben. "Wir haben beobachtet, dass die in der AfA lebenden Menschen und die Bürgerinnen und Bürger in Trier-Nord zwar im gleichen Stadtteil leben, aber nur sehr wenig Kontakt miteinander haben", sagt Bernd Weihmann vom Bürgerhaus Trier-Nord. Zugleich sei die AfA überbelegt, weshalb den Flüchtlingen dort nur wenige Rückzugsorte zur Erholung angeboten werden könnten.
Im Sommer dieses Jahres hatten neun engagierte Bürger gehandelt, sie haben sich zusammengetan und das Café Welcome ins Leben gerufen - ein Willkommenscafé. Zum einen, um die Berührungsängste zwischen "Einheimischen" und Fremden abzubauen und um den Flüchtlingen einen Rückzugsort zu bieten.
Der Treffpunkt ist beliebt: Jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr werden bei Kaffee und Kuchen Brücken zwischen Menschen gebaut. "Mehr als hundert Flüchtlinge kommen mittlerweile jede Woche ins Café", sagt Weihmann. Er ist auch verantwortlich für das "Meine-Hilfe-zählt"-Projekt "Café Welcome - Treffpunkt für und mit Flüchtlingen". Auch viele Stadtteilbewohner kämen zu dem Treffpunkt. Seit dem Start des Projekts habe sich auch die Zahl der Ehrenamtlichen stark erhöht, sie hat sich mehr als verdreifacht. 30 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit. Sie backen Kuchen, kochen Kaffee, servieren, sprechen mit den Flüchtlingen und den Stadtteilbewohnern und sind Brückenbauer.
Das Engagement der Frauen und Männer geht noch weiter: Sie sind außerhalb des Cafés für die Flüchtlinge Lotsen des Alltags, erklären ihnen, wo sie beispielsweise welche Behörde oder die Post finden. Aus dem Café sind sogar zwei Deutschkurse entstanden, ein Strick- und Häkelkurs ist in Planung und ein ehemaliger Mathematiklehrer möchte wissenshungrigen Café-Besuchern gewünschte Mathespiele anbieten.
Obwohl jeden Dienstag viele selbst gebackene Kuchen aufgetischt werden, müssen aufgrund der hohen Gästezahl noch welche zugekauft werden, auch Kaffee und Gebäck kosten und die Ehrenamtlichen müssen begleitet werden. Um das Café Welcome betreiben zu können, ist das Bürgerhaus auf Spenden angewiesen.
TV-Leser können das Vorbildprojekt unter der Projektnummer 29469 unterstützen. Denn jede Begegnung, jedes Gespräch und jedes gemeinsame Tun zwischen Trierern und Flüchtlingen ist ein wichtiger Schritt zur Integration. "Ziel ist es, eine offene und tolerante Willkommenskultur auch in unserer Stadt zu etablieren und zu leben", sagt Weihmann. Das Café Welcome trägt im Norden Triers dazu bei.
volksfreund.de/meinehilfeExtra

Foto: red red (red) ("TV-Upload red"

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