Für ein paar Stunden wieder Kind sein

Für ein paar Stunden wieder Kind sein

Ball spielen, rennen, Spaß haben: Wöchentlich können Flüchtlingskinder aus der Trierer Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (Afa) in der Arena Sport machen und gemeinsam spielen. TV-Leser können das Angebot unterstützen.

Trier. Immer wieder donnertags und freitags reißt ein Sport- und Spielangebot Kinder aus dem oft tristen Alltag der Trierer Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende. Dann können sie in der Arena Trier toben und für eine Weile die Flucht vergessen.
Im Februar dieses Jahres war das Gemeinschaftsprojekt im Beisein der rheinland-pfälzischen Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) ins Leben gerufen worden. Das Haus der Gesundheit, die Afa, der FSV Trier-Tarforst, die AOK Trier, die Arena Trier sowie Projektleiter Theo Lamberts arbeiten zusammen, damit die Kinder Sport machen und spielen können.
Lamberts ist pensionierter Schulsportreferenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier und ist unter anderem ehrenamtlich in diesem Projekt tätig. "Zweimal in der Woche wird zwei Gruppen von 40 bis 50 Flüchtlingskindern ermöglicht, ihrem elementaren Bewegungs- und Spielbedürfnis nachzugehen", sagt Monika Breil, Geschäftsstellenleiterin des Hauses für Gesundheit in Trier. Sie ist verantwortlich für dieses "Meine Hilfe zählt"- Projekt unter dem Namen "Sport für Flüchtlinge".Sport als gemeinsame Sprache



Aber das Angebot sei noch mehr als nur Toben, sagt Breil. Beim Spiel und in der Bewegung finde nebenbei Sprachvermittlung und -förderung in statt. Wer etwa ein Fußballspiel beobachtet, erkennt gleich, wie schnell Sprachbarrieren abgebaut werden. Der Sport wird zur gemeinsamen Sprache. Auch beim Anleiten der Übungen durch die Trainer, die Deutsch sprechen, lernen die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch die neue Sprache. Breil betont: "Das Angebot signalisiert auch: Ihr seid willkommen!" Und jede Sportstunde zeigt: Egal welcher Herkunft und Sprache, die Kinder haben Spaß, die Zeit in der Arena bedeutet Abwechslung, sie können wieder Kind sein und vielleicht traumatische Erlebnisse für eine Weile vergessen.
Doch das Bewegungsangebot kostet: Die Trainer müssen entlohnt werden, Raummiete mit Reinigung müssen finanziert, Sportschuhe, Bälle, T-Shirts oder Seile angeschafft werden. Auch für zukünftige Mehrkosten durch eine wachsende Anzahl an Kindern bittet das Haus für Gesundheit die TV-Leser um Spenden. Denn jedes Flüchtlingskind, das mitmachen möchte, soll die Möglichkeit dazu erhalten. Insgesamt 5000 Euro werden benötigt, 27 Prozent sind bereits finanziert. TV-Leser können die Aktion unter der Projektnummer 32005 unterstützen und mit jedem Cent dazu beitragen, das die Traurigkeit in den Kinderaugen beim Ballspielen oder Seilhüpfen für einen Moment einem Leuchten weicht. katExtra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt", Konto 220012, Sparkasse Trier (BLZ 58550130), IBAN: DE47 5855 0130 0000 2200 12 oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103), IBAN: DE67 5856 0103 0000 1919 19 Im Verwendungszweck bitte immer die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben, damit die Spende auch dem gewünschten Zweck zufließen kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, kommt der Betrag anderen "Meine-Hilfe-zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten.

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