| 20:40 Uhr

In Berlin zeigen, was sie können

Teammitglieder der RSC-Rollis Trier bei einer Besprechung am Spielfeldrand. Foto: privat
Teammitglieder der RSC-Rollis Trier bei einer Besprechung am Spielfeldrand. Foto: privat FOTO: Martin Recktenwald (ten) ("TV-Upload Recktenwald"
Trier. Damit zwei Gruppen des RSC-Rollis Trier am bundesweiten Wheel-Soccer-Cup teilnehmen können, benötigt der Verein Spenden. Katja Bernardy

Trier Es ist eine Erfolgsgeschichte: Deutscher Meister, Vizemeister, dritter und vierter Platz. Die beiden Teams des RSC-Rollis Trier - die Wheel-Soccer-Kids und die Trier-Dolphins Rolli-Cracks - haben in den vergangenen drei Jahren großartig beim einzigartigen Cup in Berlin abgeschnitten.
Wheel-Soccer-Cup bedeutet: Ein Team spielt rund eine Viertelstunde mit Torwart, vier Feldspielern und einem Pezziball. Ziel ist, möglichst oft das gegnerische Tor zu treffen. Allen Spielern ist gemeinsam, dass die Teilnahme am Turnier ihnen großen Spaß macht und sie sich aufgrund einer Behinderung im Sport- oder Elektrorollstuhl auf dem Feld in der Berliner Max-Schmeling-Halle bewegen.
Auch in diesem Jahr sollen zwei Trierer Mannschaften am ersten Septemberwochenende in die Bundeshauptstadt fahren und mit insgesamt 20 weiteren Teams um die vorderen Plätze wetteifern. "Wir nehmen mit 16 Spielern teil, die jüngsten sind neun Jahre alt", sagt Günter Ewertz vom RSC-Rollis Trier. Der Grad der Behinderung der Kinder und Jugendlichen reiche von mehrfach schwerstbehindert bis zu sehr leicht eingeschränkt. Zusammen seien sie ein Team und alles andere zähle auch nicht.
Ein gutes Team, wie die Erfolge der vergangenen Jahre zeigen, das sich deutschlandweit einen Namen gemacht hat. "Und natürlich ist die Teilnahme in Berlin etwas ganz Besonderes, wenn man auf Spieler aus Hamburg, Dortmund oder Stuttgart trifft", sagt Ewertz. Zudem sei der Wheel-Soccer-Turnier-Cup gelebte Inklusion: Es kommen alte und junge Menschen zusammen, Menschen mit und ohne Behinderung. Die Leistung der Spieler finde während des Turniers an der Spree die Anerkennung, die sie in der Öffentlichkeit mehr verdient hätte, sagt Ewertz.
Der Verein benötigt noch 2478 Euro, damit die Reise angetreten werden kann. Die Fahrt an sich ist bereits in vielerlei Hinsicht ein Abenteuer: Zum einen weil das gemeinsame Reisen junger Menschen immer unvergessliche Erlebnisse garantiert und zum anderen, weil Menschen mit einer Behinderung mit vielen Hilfsmitteln unterwegs sein müssen. Das bedeutet etwa, dass fünf Kleinbusse benötigt werden und 20 Erwachsene - Trainer, Pflegekräfte, Eltern - mitreisen müssen. Die Kosten für Bus, Sprit und Startgeld übernimmt der Fanclub der Trier-Dolphins. Die Trierer Gruppe übernachtet dreimal in einer barrierefreien Jugendherberge in Wandlitz, außerhalb von Berlin.
TV-Leserinnen und -Leser können mithelfen, damit das Geld für die Übernachtungskosten zusammenkommt - und die Erfolgsgeschichte der jungen Sportler 2017 weitergeschrieben werden kann. Spenden für das "Meine Hilfe zählt"- Projekt "Rolli-Kids zum Wheel-Soccer-Cup nach Berlin" können unter der Nummer 54078 eingezahlt werden.
Der RSC Rollis e.V. Trier ist ein integrativ ausgerichteter Sportverein für behinderte Menschen. Der Club besteht seit 30 Jahren und hat 140 Mitglieder. Rollstuhlbasketball und -tischtennis werden angeboten. 40 Kinder und Jugendliche aus einem Einzugsbereich von hundert Kilometern im Alter von vier bis 17 Jahren sind Mitglieder. Kinder mit und ohne Behinderung trainieren wöchentlich gemeinsam und nehmen an Turnieren teil. Das große Ziel: Die Förderung von Integration durch Sport. Weitere Sportarten wie Rollstuhlrugby und Schwimmen sollen künftig angeboten werden.Extra: SO SPENDE ICH


Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten.