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Kein Geld für Spirale, Pille, Kondome & Co.

Kein Geld für Spirale, Pille, Kondome & Co.

Sicher zu verhüten, ist auch eine Frage des Geldes. Pro Familia Trier hat ein Meine-Hilfe-zählt-Projekt ins Leben gerufen, damit auch Menschen in sogenannten prekären Lebenslagen Familie sicher planen können.

Trier. Leija, 24, ist mit ihrem Mann von Syrien nach Deutschland geflüchtet. Sie haben zwei Kinder, drei und vier Jahre alt. Als sehr unübersichtlich beschreibt Claudia Heltemes, Leiterin der Pro Familia in Trier, die Situation der jungen Familie. Sie wüssten noch nicht, wo sie bleiben können. Leija will zuerst einen Deutschkurs besuchen, sich in dem fremden Land eingewöhnen und dann für eine gute Zukunft für ihre Familie sorgen. Aktuell möchten sie und ihr Mann keine weiteren Kinder bekommen, sie wünschen sich eine sichere Verhütung. Da Verhütung in Deutschland sehr teuer ist und von den Krankenkassen nur bis zum 20. Lebensjahr getragen wird, klopfte die junge, verantwortungsbewusste Syrerin hilfesuchend bei Pro Familia in der Trierer Balduinsstraße an - frühzeitig.
"Unsere Arbeit zeigt täglich, dass Frauen immer wieder ungewollt schwanger werden, weil sie sichere Verhütungsmittel nicht bezahlen können", sagt die Trie rer Pro-Familia-Chefin Heltemes. Insbesondere Frauen im Hartz-IV-Bezug, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern und Arbeitslose seien betroffen.
Je langfristiger die Verhütungsmethode, umso teurer ist sie. Das Meine-Hilfe-zählt-Projekt "Sichere Verhütung in prekärer Lebenslage" zielt genau auf Familien ab wie die von Leija, also auf diejenigen, die nicht genügend Geld zum Verhüten haben. Verhütung ist in Deutschland Privatsache, erst einmal. Denn eine ungeplante Schwangerschaft kann flugs die Kasse der Allgemeinheit treffen. Denn Kosten für eine Abtreibung übernimmt der Staat und Folgekosten, wenn die junge Familie auf Sozialhilfe angewiesen ist.
"Unterstützen Sie uns bitte mit einem noch so kleinen Betrag!", appelliert Heltemes an TV-Leser. "Mit Ihrer Spende können Sie traumatisierten Frauen wie Leija helfen, für eine sichere Verhütung in Deutschland zu sorgen."
Seit der Gründung engagiert sich Pro Familia für das Menschenrecht auf Familienplanung - für das Recht von Frauen und Männern, über die Zahl ihrer Kinder und den Zeitpunkt der Geburt frei und verantwortlich entscheiden zu können. Dazu zählt laut Heltemes der Zugang zu sicheren, gesundheitlich verträglichen sowie erschwinglichen Verhütungsmethoden.
Seit Beginn des Projektes hat die Pro Familia Trier dank Spendern 38 Frauen und zwei Männern die Kosten für langfristige Verhütungsmethoden wie Spiralen und Sterilisationen finanzieren können.
Volksfrund-Leser können das "Meine Hilfe zählt"-Projekt der Pro Familia unter der Projektnummer 12351 unterstützen.
volksfreund.de/meinehilfeExtra

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