Klettern statt abstürzen

Ihnen ist bereits in jungen Jahren die Hoffnung abhanden gekommen: Ein paar junge Menschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm brauchen Unterstützung. Hilfreich ist ein spezielles Kletterprojekt, das mehr ist als Kraxeln.

Trier. So hatten sie sich ihr Leben sicher nicht vorgestellt: keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung, Flucht in Süchte, abhängen. Etwas hat einige junge Menschen aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm auf dem Weg ins Erwachsenenleben aus der Bahn geworfen.
Diplom-Pädagogin Waltraud Alten vom Caritasverband Westeifel, kümmert sich um diese Jugendlichen, die Unterstützung brauchen. "Ich bin oft in Bitburg unterwegs, um die jungen Leute aufzusuchen", sagt sie. Sie sei Ansprechpartnerin für diejenigen, "die durchs Raster gefallen sind, die am Ende der Hilfekette stehen." Oft seien sie sogar von Obdachlosigkeit bedroht.
Häufig fehle eine stützende Familie im Rücken, und die Stimmung sei von Motivationslosigkeit geprägt. Viele Jugendliche flüchteten in Medien- und Spielwelten oder berauschten sich mit Drogen. Waltraud Alten steht immer wieder vor der schwierigen Aufgabe, die Null-Bock-Kandidaten zu motivieren. "Sie sagen zu allem Nein, weil sie vor vielem Angst haben", weiß die Pädagogin. Mit einem speziellen Angebot, einem Kletter- und Sicherungskurs, konnte sie schon einige junge Leute aus ihrer Tristesse locken. Das Ergebnis: Alle haben den Sicherungskurs bestanden. "Für viele die erste Auszeichnung ihres Lebens", sagt Alten. Aber noch viel mehr ist beim Klettern passiert: "Für das Klettern an der Wand benötigen die Jugendlichen Vertrauen in die eigene Stärke und in denjenigen, der sichert", erklärt die Pädagogin.
Beides entwickele sich Schritt für Schritt im Laufe der Kurse. Und die jungen Leute lernten eng zusammenzuarbeiten, entwickelten Entschlossenheit, das Ziel zu erreichen, Mut zum Risiko sowie Durchhaltevermögen. Bei allem steht im Hintergrund, dass das erstmalige Erfolgserlebnis und die gemachten Erfahrungen in den Alltag wirken sollen.
Die Kurse sind kein Zuckerschlecken, das hat Alten selbst erlebt. Denn auch sie kraxelt mit, hat die notwendige Technik gelernt. TV-Leser können das Projekt unter der Nummer 17210 finanziell unterstützen. Jeder Cent hilft, damit die benötigten rund 1600 Euro zusammenkommen und die Jugendlichen nicht noch weiter abstürzen. Der Caritasverband Westeifel hat ein weiteres Ziel vor Augen: "Wir streben an, die Jugendlichen mit absolviertem Sicherungsschein als geschulte und zuverlässige Betreuer zur Sicherung an der Kletterwand des Arbeitskreises Sucht- und Gewaltprävention im Eifelkreis mit einzubeziehen", sagt Alten. So könnten die benachteiligten Jugendlichen einerseits an Veranstaltungen teilnehmen und sogar als wichtige Akteure zum Gelingen beitragen. Damit sie ein weiteres Mal hören und spüren: "Das hast du gut gemacht!"
volksfreund.de/meinehilfeExtra

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