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Kultur und Kreativität ohne Grenzen: Kinderschutzbund Trier bittet um Spenden für Integrationsprojekt – Kunst als Begegnung für Kinder und Familien

Kultur und Kreativität ohne Grenzen: Kinderschutzbund Trier bittet um Spenden für Integrationsprojekt – Kunst als Begegnung für Kinder und Familien

Kennenlernen, integrieren, Ängste abbauen: Der Kinderschutzbund Trier lädt Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien und aus deutschen Familien ein, damit sie sich bei Kunst, Musik und Theater begegnen können. TV-Leser können das Projekt unterstützen.

Wie geht Integration von Flüchtlingen? Der Kinderschutzbund Trier gibt seine eigene Antwort: beim gemeinsamen Tanzen, Musik machen oder Theater spielen begegnen sich Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Das entwickelte Konzept unter dem Namen `Kultur und Kreativität ohne Grenzen´ ermögliche Kindern und Jugendlichen aller Nationalitäten, spielerisch und vorurteilsfrei Zugang zueinander zu finden und sich leichter in die Gesellschaft zu integrieren, sagt Elke Boné-Leis vom Kinderschutzbund Trier. Denn Kunst brauche keine Sprache, zumindest nicht am Anfang. Und wenn dann doch mal übersetzt werden muss, ist laut Boné-Leis immer ein arabisch sprechender Übersetzer dabei, oftmals mit zusätzlichen anderen Sprachkenntnissen wie Kurdisch, Englisch oder Farsi. Das Projekt ist bereits im vergangenen Monat gestartet. Die beiden Gruppen setzen sich jeweils hälftig aus deutschen und aus Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern zusammen. Das Projekt wird an Wochenenden zweimal im Monat in vierstündigen Blocks, inklusive geselliger Pausen, angeboten. Das passiert beispielsweise während eines Blocks: Märchen und Geschichten, sowohl aus dem deutschen wie auch aus dem syrischen, afghanischen oder irakischen Kulturraum werden erzählt und visualisiert. Im nächsten Schritt können die Kinder und Teenager Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstellen. "Dies alles mündet in die praktische, kreative Phase, in der das Gehörte und Erlebte in Zeichnungen und Gemälden künstlerisch umgesetzt und weiter verarbeitet wird", erklärt Boné-Leis. Die Leitung in den einzelnen Bereichen - Kunst, Literatur, Musik, Theater und Tanz -, die auch kombiniert werden, übernehmen Künstler (siehe Extra) und pädagogisch geschulte Personen gemeinsam. Die Aktion des Trierer Kinderschutzbundes hat Boné-Leis zufolge schon einen "tollen Bekanntheitsgrad" erreicht. Das Programm soll mindestens fünf Jahre laufen. Denn es geht dabei noch um mehr als um Integration: Kreativität und Spiel sollen helfen, Traumata der Kinder und Jugendlichen sowie Ängste und Hemmungen abzubauen. Der Kinderschutzbund Trier engagiert sich seit Mai 2015 auf der Grundlage der Resolution "Menschen auf der Flucht brauchen Schutz und unser Willkommen" seines Bundesverbandes intensiv auch in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien. Um das Projekt "Kultur und Kreativität ohne Grenzen" realisieren zu können, beteiligt sich der Förderverein des Kinderschutzbundes Trier an "Meine Hilfe zählt" - und bittet TV-Leser mitzuhelfen, damit Materialien wie Papier oder Pappe und kleine Instrumente wie Mundharmonika oder Trommel angeschafft werden können. Der Kinderschutzbund benötigt dafür 2500 Euro. Das "Meine Hilfe zählt"-Projekt hat die Projektnummer 43291. Ein Viertel der Kosten ist bereits finanziert.

Diese Künstler machen aktuell mit: Karin Otto (Konzeptionsgestaltung und Akteurin), Daniela Kurella, Roland Grundheber, Kevin Staudt, Hanna Trampert, Irina Ruprecht, Tanja Silcher (auf Anfrage), Laas Koehler, Klaus Berghaus, Sabine Vetter, Elke Reiter, Claudia Dylla, Raphael Wlotzki, Ilona Heise, Jan Hennen, Jan Kersting, Kerstin Knöfel, Ulrike Gotthard, Petra Udelhoven , Petra Wagner, Jürgen Trunczik, Christoph Rother, Anna Leis. kat