"Meine Hilfe zählt": Eine Zeitreise zum Urpferdchen

"Meine Hilfe zählt": Eine Zeitreise zum Urpferdchen

Ein spannendes, kostenloses Bildungsangebot für finanzschwache Schulklassen will das Maarmuseum Manderscheid im nächsten Jahr anbieten. Damit 30 Schulklassen kostenlos an den Erlebnisführungen teilnehmen können, braucht es noch kräftige finanzielle Unterstützung in Form von Spenden.

Manderscheid. Gebannt sitzen die 18 Schüler der Realschule plus Manderscheid vor dem nachgebauten Urwald und hören genau zu, was ihnen Museumsleiter Martin Koziol zur Vegetation in der Vulkaneifel zu erzählen hat. Sie erfahren, wie das Gebiet vor Millionen von Jahren ausgesehen hat.
Die Schüler sind schon richtige Fans des Maarmuseums, viele von ihnen waren schon mehrmals dort. Der elfjährige Jonas Szymanek sagt: "Ich schaue mir sehr gern mit der Lupe die Fossilien an, und das Urpferdchen finde ich interessant - und unter welchen Bedingungen es gelebt hat."
Aus ganz Deutschland kommen Schulklassen in die Vulkaneifel - meist auf Klassenfahrt. Doch oft ist das finanzielle Budget, das die Eltern für die Klassenfahrten aufbringen können, schon mit den Bus- und Übernachtungskosten aufgebraucht. Da bleibt kaum finanzieller Spielraum für einen Museumsbesuch. Das ist für Dr. Martin Koziol, den Leiter des Manderscheider Museums, der Grund, warum er mit dem Jugendhüttendorf und der Jugendherberge bedürftigen Schulklassen einen kostenlosen Museumsbesuch anbieten möchte.
"Ich sehe hier viele Schulklassen in der Stadt rumlaufen, weil sie sich kein Programm leisten können und dann nichts mit sich anzufangen wissen. Denen würde ich gerne eine kostenlose Führung anbieten", erklärt der Museumsleiter.
Die Führungen dauern eineinhalb Stunden, und es gibt im Museum in dieser Zeit allerhand zu entdecken. Zum Beispiel den Terranauten. Er sieht aus wie eine moderne Telefonzelle, und wer hineingeht, hat den Eindruck, eine Zeitmaschine zu betreten. Ein Zahlencode läuft rückwärts, der Boden bebt, und eine Reise ins Innere der Erde beginnt.
Daneben gibt es das fünf Meter hohe Modell eines Vulkans, den Nachbau einer urzeitlichen Tropenlandschaft, 45 Millionen Jahre alte Fossilien, die man sich mit der Lupe genau ansehen kann, und einen Bereich, in dem heimische Vögel ausgestellt sind. Die Erlebnisführungen laufen wie ein Frage-Antwort-Spiel ab, bei dem die Kinder selbst den Inhalt der Führung bestimmen. Dr. Martin Koziol: "Ich schaue, dass wir beim Thema bleiben und ich den Kindern nahebringen kann, was ein Vulkan oder ein Maartrichter ist und dass die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs in der Vulkaneifel in naher Zukunft unwahrscheinlich ist."
Lehrer greifen Inhalte auf



Begeistert sind aber nicht nur die Schüler vom Museum und der Art der Führungen. Auch die Lehrer greifen die Inhalte des Maarmuseums gerne im Unterricht auf. Daria Hesse, Mathematiklehrerin an der Realschule plus Manderscheid: "Man kann an ganz vielen Punkten ansetzen, beispielsweise in Mathematik, beim Rechnen mit großen Zahlen, in Biologie und Erdkunde. Anschaulicher als im Maarmuseum und in den Führungen geht es nicht." Um die 30 Erlebnisführungen für finanzschwache Schulklassen zu finanzieren, fehlen noch 1200 Euro.

volksfreund.de/meinehilfe
Extra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck unbedingt die vierstellige Projektnummer angeben, damit die Spende dem richtigen Zweck zugeordnet werden kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht, bitte ein "X" eintragen. Bis 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung, kommt der Beitrag anderen "Meine Hilfe zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken und die abgefragten Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten.