"Meine Hilfe zählt": Hoffnung in einem der ärmsten Länder der Welt

"Meine Hilfe zählt": Hoffnung in einem der ärmsten Länder der Welt

Es ist ein langer Weg, den Lothar Wagner vom FWG-Schüler aus Aach bis zum Leiter des Don Bosco Fambul in der Hauptstadt von Sierra Leone zurückgelegt hat. Der Ordensbruder kämpft gegen Kinderhandel und für eine Zukunftsperspektive seiner Kids.

Freetown/Trier. Es war während der Lichterfeier an Heiligabend, als Bruder Lothar im Don-Bosco-Zentrum Fambul eine gute Nachricht verkünden konnte: Über "Meine Hilfe zählt" war die Finanzierung für ein Projekt zur Wiedereingliederung von Straßenkindern zusammengekommen. "Spontan brandete Beifall auf", berichtet der engagierte Ordensmann, der seit Jahren für seine "Freetown Kids" kämpft.
Zwei Drittel der Menschen in Sierra Leone gelten als extrem arm, viele Kinder landen auf der Straße, wo sie verfolgt und vertrieben werden. 2000 Straßenkinder leben allein in Freetown. Schutzlos ihrem Schicksal ausgeliefert, werden sie oft Opfer skrupelloser Kinderhändler. Oder ihnen drohen Kinderarbeit und Prostitution.
Das Don Bosco Fambul arbeitet wie ein deutsches Sozialzentrum mit einheimischen Sozialarbeitern. Jeweils 75 Straßenkinder können für ein zehnmonatiges Programm aufgenommen werden, mit Einzel- und Gruppenbetreuung, Freizeit- und Bildungsangeboten.
Soweit möglich, werden auch die Familien einbezogen. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen fitzumachen für ein menschenwürdiges Leben. "Wir können aber nur helfen, wenn wir selber Hilfe bekommen", sagt Bruder Lothar. Seine Trierer Heimat spielt dabei eine besondere Rolle, nicht nur über Spendenaktionen wie "Meine Hilfe zählt". Letztes Jahr haben die Trierer Stadtwerke einen ausrangierten Bus bis nach Westafrika transportiert - in Freetown fungiert er jetzt als rollendes Klassenzimmer und medizinische Versorgungsstation. Mit Hilfe der TV-Leser soll nun ein neues Projekt begonnen werden. Es geht um ein Wohnprojekt für sechs Fambul-Schützlinge, die keine Familien haben, zu denen sie zurückkehren können. Für sie soll eine Wohngemeinschaft eingerichtet werden, von der aus sie ein Jahr lang eine Schule besuchen können. Die Gesamtkosten für ein ganzes Jahr Wohnung, Nahrung, Schule und Betreuung für sechs Kinder liegen bei 8550 Euro. Macht pro Kind und Monat gerade mal gut 100 Euro, um eine reelle Lebenschance in dem armen Land zu ermöglichen. Bruder Lothar setzt dabei auf "Meine Hilfe zählt": "Diese Jugendlichen haben niemand sonst in ihrem Leben".
Neuanfang für Straßenkinder, Don-Bosco-Zentrum Freetown/Sierra Leone, Projektnummer 8576.

volksfreund.de/meinehilfeExtra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck unbedingt vierstellige Projektnummer angeben, damit Ihre Spende auch dem richtigen Zweck zugeordnet werden kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht, bitte ein "X" eintragen. Bis 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Hat ein Projekt vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung, kommt der Beitrag anderen Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken und die abgefragten Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten.

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