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"Meine Hilfe zählt": Kinderschutzbund braucht Geld

"Meine Hilfe zählt": Kinderschutzbund braucht Geld

Alt und Jung sollen bei dem Projekt des Kinderschutzbundes Bernkastel-Wittlich den Umgang mit Computer und Handy lernen. Für eine Ferienakademie in den Osterferien setzen die Organisatoren auf "Meine Hilfe zählt". Damit das Projekt starten kann, fehlen nämlich noch entscheidende Dinge - zum Beispiel Laptops.

Wittlich. Gebannt schauen Gertrud Rau (72), Marie-Luise Schmid (69) und Vera Schneider (68) auf die Bildschirme ihrer Laptops. Dozent Peter Thielen (52) hat ihnen eine konkrete Aufgabe gegeben: Die drei Damen sollen eine Einladungskarte zum Zwiebelkuchenessen kreieren.
"Das ist gar nicht so einfach. Schließlich muss der Text ja auf vier Seiten verteilt werden", sagt Schmid. Die 69-Jährige ist begeistert von dem Angebot im Mehrgenerationenhaus in Wittlich, bei dem sich jeden Donnerstag Senioren treffen, um sich in Sachen Computerarbeit und Internet fortzubilden. Das angeeignete Wissen weiß Schmid in ihrer Freizeit zu nutzen. "Für unsere Rheuma-Liga fertige ich mittlerweile komplizierte Listen an", erzählt sie stolz.
Jung und Alt beim Workshop


Damit noch mehr Senioren mit der Arbeit am Computer vertraut werden, will der Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich im Mehrgenerationenhaus in der Kurfürstenstraße in den Osterferien 2012 ein neues Projekt ins Leben rufen: Im Rahmen einer Ferienakademie sollen Kinder und Senioren den Umgang mit den Medien lernen.
"Wenn sich Jung und Alt treffen sollen, geht das nur über ein Hobby", sagt Michaele Schneider, Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Bernkastel-Wittlich.
Und genau da setzt das geplante Projekt an. Beide Generationen nehmen über den Tag verteilt an mehreren Workshops teil. Zum Frühstück und Mittagessen kommen Kinder und Senioren wieder zusammen und tauschen sich aus.
Um das Projekt zu realisieren, fehlt im Mehrgenerationenhaus noch ein Großteil der nötigen Ausstattung: Ein Voicerecorder, mit dem Mitschnitte aufgezeichnet werden können, eine digitale Projektkamera, ein Beamer, ein Notebook-Wagen und zehn Laptops sind Grundvoraussetzung für die Ferienakademie.
Hoher Bildungsbedarf


Diese entscheidenden Arbeitsmaterialien sollen durch "Meine Hilfe zählt" finanziert werden. Allein für die Computer braucht der Kinderschutzbund 5000 Euro. Der Gesamtbedarf liegt bei 8400 Euro - wobei die angeschafften Geräte dann natürlich nicht nur der Ferien-Akademie zugutekommen, sondern auch der späteren Alltagsarbeit.
Nicht nur Senioren, sondern auch viele junge Menschen haben laut Michaele Schneider einen hohen Bildungsbedarf in Sachen Medienpädagogik. "Kinder bekommen heute schon in der Grundschule die Aufgabe, mit Hilfe des Computers Dateien zu erstellen. In sozial schwachen Familien fehlt aber oft die Ausstattung wie ein Computer", sagt Schneider.
Bei Senioren seien die Probleme meistens mentaler Natur. Oft reiche der Gedanke an Handy oder Computer allein schon aus, um bei älteren Menschen Panik auszulösen. "Senioren haben Angst, sich dieses Wissen nicht mehr aneignen zu können oder es sofort wieder zu vergessen." Das neue Angebot soll ihnen dabei helfen, diese Hemmschwelle zu überwinden.
Projektnummer: 7487

ExtraPer Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck unbedingt die vierstellige Projektnummer angeben, damit die Spende dem richtigen Zweck zugeordnet werden kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht, bitte ein "X" eintragen. Bis 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Wenn ein gewähltes Projekt bereits vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung hat, kommt der Beitrag anderen "Meine Hilfe zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken und abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten. DiL