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Meine Hilfe zählt: Stiftung Léontine bittet um Spenden, damit junge Menschen in Ruanda einen Beruf erlernen können

Meine Hilfe zählt: Stiftung Léontine bittet um Spenden, damit junge Menschen in Ruanda einen Beruf erlernen können

Sie werden mit Hilfe der Stiftung Léontine Schreiner, Schneiderin oder Maurer: junge Straßen- und Waisenkinder aus Ruanda. Nur eine Ausbildung gibt ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft. TV-Leserinnen und -Leser können mithelfen, damit noch mehr begabte junge Menschen einen Beruf erlernen können.

Hinter dieser Zahl verbergen sich Schicksale: Rund 200 Straßen- und Waisenkinder konnten in den vergangenen vier Jahren an speziellen Berufsschulen im ostafrikanischen Ruanda gefördert werden. Rund 200 sehr arme, aber begabte Menschen, die ohne finanzielle Unterstützung keine Chance auf eine bessere Zukunft gehabt hätten. Je nach Möglichkeit der einzelnen Schülerinnen und Schüler werden sie zu Schneiderinnen, Maurern, Schreinern, im Gastgewerbe und im Bauhandwerk ausgebildet.

Laut Frank Schmitz von der Stiftung Léontine kostet ein Ausbildungsplatz 140 Euro pro Jahr. Die Ausbildung findet in kirchlichen Berufsschulen mit Internat statt. Internat bedeutet, in einfachst ausgestatteten Räumen zu lernen und zu leben sowie täglich Reis und Bohnen zu Mittag zu essen.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und gliedert sich in einen theoretischen und praktischen Teil. In schuleigenen Werkstätten können die Berufsschüler umsetzen, was sie vorab im Unterricht erfahren haben.

Die 2007 in Trier gegründete Stiftung Léontine ist Teil eines Stiftungsnetzwerks. Der 2015 verstorbene Stifter Gottfried Nyssen hatte es so angelegt, dass die einzelnen Stiftungen sich gegenseitig ergänzen. Ein Beispiel: Die Maurer aus den Berufsschulen bauen Häuser für ein Witwen- und Waisenprojekt und die Tischler fertigen dazugehörige Einrichtungsgegenstände wie die Betten an.

Die Stiftung arbeitet eng mit dem Bischof von Byumba, einer Stadt im Norden Ruandas, zusammen. Der Bischof war schon höchstpersönlich zu Gast bei Vertretern von Léontine in Pluwig (der TV berichtete). Die Zusammenarbeit ist seitdem noch enger. Am Bischofssitz ist ein von der Stiftung finanziertes Büro mit dem Namen "Bureau de Liaison Trier-Byumba" angesiedelt. Dort erledigt Annoncée Muhawenimana die vor Ort anfallende Arbeit: vom Aussuchen der Stipendiaten bis hin zum Weiterleiten von Nachweisen über die Leistungen der Berufsschüler nach Trier. Das Gehalt von Annoncée Muhawenimana zahlt Léontine. "Im März vergangenen Jahres waren vier Leute unseres Netzwerkes in Ruanda", sagt Frank Schmitz. Je nach Internetempfang informiert sich die Stiftung mindestens einmal pro Woche über das Projekt.

Die Straßen- und Waisenkinder aus Ruanda benötigen dringend weitere Hilfe aus der Region. Schon einmal haben TV-Leserinnen und Leser über die Spendenaktion "Meine Hilfe zählt" es ermöglicht, dass Léontine 20 Stipendien vergeben konnten. Die Spenden sind nachhaltig: "Alle seit 2009 geförderten jungen Menschen haben einen Arbeitsplatz", sagt Schmitz - und damit eine bessere Zukunft.

Die Stiftung benötigt aktuell 5 000 Euro, um alte Stipendien weiterführen und für 2017 neue vergeben zu können. 40 Prozent sind bereits finanziert, es fehlen noch 3 000 Euro. TV-Leserinnen und -Leser können das "Meine Hilfe zählt"-Projekt unter der Nummer 24127 unterstützen.Extra

Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten.