Mobil sein heißt dabei sein

Arztbesuche, Sitzungen des Landesbehindertenbeirats, Konzerte, Ausflüge: Patrick ist Rollstuhlfahrer und muss seine Pläne häufig streichen, weil kein rollstuhlgerechtes Fahrzeug zur Verfügung steht. Und für die Mitarbeiter der Lebenshilfe Trier kann die Beförderung von Rollstuhlfahrern zum Kraftakt werden.

Trier. Alle sprechen über Inklusion. Dahinter verbirgt sich unter anderem, dass Menschen mit einer Behinderung uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Doch manchmal scheitert das Dabeisein an simplen Dingen.
Patrick (32) ist Rollstuhlfahrer und wohnt im Wohnheim Schützenstraße der Lebenshilfe Trier. Der junge Mann besucht leidenschaftlich gerne Konzerte, in seiner Freizeit liebt er es, Ausflüge mit seinen Freunden und Mitbewohnern zu machen. Aktiv zu sein und Neues zu erleben, ist ihm wichtig. Auch die Termine im Landesbehindertenbeirat will er nicht verpassen. Doch wenn kein rollstuhlgerechtes Lebenshilfe-Fahrzeug zur Verfügung steht, muss er seine Pläne streichen. Die Fahrzeuge des Wohnheims, in dem Patrick lebt, verfügen über keine Rollstuhl-Rampe. "Noch komplizierter wird es, wenn ein elektrischer Rollstuhl in der Ausflugsgruppe dabei ist", sagt Kerstin Schmitz, Sprecherin der Lebenshilfe Trier. Häufig bleibe dann keine andere Wahl, als ein Rollstuhl-Taxi zu ordern.
Das fehlende rollstuhlgerechte Fahrzeug hat auch Folgen für die Lebenshilfe-Mitarbeiter: "Wenn Rollstuhlfahrer in einen der vorhandenen Busse gehoben werden müssen, bedeutet dies eine hohe körperliche Belastung", sagt Schmitz. Im Wohnheim Schützenstraße leben neben Patrick fünf weitere Rollstuhlfahrer und auch in anderen Einrichtungen der Lebenshilfe Trier ist die Koordination von Fahrten mit Menschen, die auf Rollstühle angewiesen sind, häufig ein Problem. Alltagssituationen wie Arztbesuche können dann regelrecht zum Kraftakt werden.
"Insgesamt verfügt die Lebenshilfe Trier über drei Fahrzeuge mit Rollstuhl-Rampe", sagt Schmitz. Ein viertes, rollstuhlgerecht umgebautes Fahrzeug wäre eine erhebliche Erleichterung für Bewohner und Mitarbeiter. Da der Verein nicht über das notwendige Geld verfügt, bittet die Lebenshilfe um Spenden. Das Fahrzeug kostet rund 23 000 Euro. TV-Leser können unter der Projektnummer 23084 mithelfen, damit Patrick und seine Mitbewohner mobiler sein können und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht an einem Fahrzeug scheitert.Extra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt", Konto 220012, Sparkasse Trier (BLZ 58550130), IBAN: DE47585501300000220012 oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103), IBAN: DE67585601030000191919 Im Verwendungszweck bitte immer die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben, damit die Spende dem auch zugeordnet werden kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, kommt der Betrag anderen "Meine-Hilfe-zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten.