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Paten helfen Schulabgängern, eine Stelle zu finden

Paten helfen Schulabgängern, eine Stelle zu finden

Ausbildungspaten helfen den Schülern an der Traben-Trarbacher Realschule plus, nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz zu finden. Auf Wunsch der Jugendlichen helfen die Freiwilligen beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen oder finden heraus, welche Neigungen und Fähigkeiten die Jungen und Mädchen haben.

Traben-Trarbach. Den richtigen Ausbildungsplatz zu finden, ist für Schulabgänger gar nicht so einfach. Welche Berufe gibt es überhaupt, was passt zu mir, und wie kann ich einen Ausbildungsplatz in meinem Lieblingsberuf bekommen? Das sind die Fragen, die sich Jungen und Mädchen gegen Ende ihrer Schulzeit stellen und für deren Beantwortung sie Hilfe benötigen.
Genau an dem Punkt stehen den künftigen Abgängern der Traben-Trarbacher Realschule plus Ausbildungspaten zur Seite. Sie haben ehrenamtlich die Aufgabe übernommen, junge Menschen beim Übergang von der Schule zum Beruf zu begleiten. Einer von ihnen ist Harald Steffens aus Reil. Seine Motivation: "Es ist ein schönes Erlebnis, wenn sich sehe, wie sich mein Ausbildungsschüler weiterentwickelt." Jeder Pate oder jede Patin unterstützt einen Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dazu gehören das Erstellen der Bewerbungsunterlagen, die Kontaktaufnahme zu Unternehmen, das Vereinbaren von Berufspraktika und das Üben von Bewerbungsgesprächen. Die Ausbildungspaten sind eine Initiative des Dekanates Wittlich, der Aktion Arbeit im Bistum Trier, des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück und der Realschule plus in Traben-Trarbach. Sie werden betreut von Silke Heiseler vom Caritasverband. Sie bildet die ehrenamtlichen Betreuer an fünf Schulungsabenden aus und trifft sich alle sechs Wochen mit den Ausbildungspaten, um sich über Probleme und Fortschritte der betreuten Jugendlichen zu informieren. Und sie bespricht auch, welcher Erwachsene am besten zu welchem Patenschüler passen könnte. Dabei geht die Initiative zu einer Patenschaft vom Schüler aus. Jungen und Mädchen melden sich bei der Schule, wenn sie den Wunsch nach Hilfe verspüren. Ausbildungspaten sind dabei eine gute Hilfe, denn oft hören Jungen und Mädchen während der Pubertät besser auf andere Personen als auf ihre Eltern, sagt Heiseler. "Manche Kinder brauchen einfach nur ein wenig Antrieb", sagt sie. "Einige Schüler müssen erst mal herausfinden, wofür sie Interesse haben", sagt Winfried Simon, der bereits zum zweiten Mal als Ausbildungspate einen Jugendlichen betreut.
Andere Kinder wiederum brauchen konkrete Hilfe, beispielsweise Schüler mit Migrationshintergrund, deren Eltern nur schlecht deutsch sprechen und deshalb nur wenig helfen können. Dabei ist die erfolgreiche Vermittlung eines Ausbildungsplatzes nicht das zwingende Ziel der Ausbildungspaten. Wenn sie feststellen, dass ihre Patenschüler besser weiter die Schule besuchen, dann ist auch das eine Hilfe.
"Es ist ein großer Erfolg, wenn man weiß, wo der Schüler hinwill", sagt Ernst Daniel Röhrig, Sozialarbeiter an der Traben-Trarbacher Realschule plus. Im Vorjahr fanden zwei von den zehn Patenschülern einen Ausbildungsplatz, einer entschied sich für ein freiwilliges ökologisches Jahr, die anderen gehen weiter zur Schule. In diesem Jahr haben sich 14 Schüler für einen Ausbildungspaten entschieden.
Allerdings entstehen für Ausbildung neuer Paten sowie für die Verwaltung und Betreuung des Projekts Kosten. 2000 Euro werden jährlich benötigt, um die sozialpädagogische Begleitung der Ausbildungspaten zu finanzieren, 900 Euro verschlingen Büro- und Verwaltungskosten.
Wer dafür spenden möchte: Das Projekt hat die Nummer 6331.
http://www.volksfreund.de/meinehilfe
Extra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck unbedingt die vierstellige Projektnummer angeben, damit die Spende dem richtigen Zweck zugeordnet werden kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht, bitte ein "X" eintragen. Bis 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung, kommt der Beitrag anderen "Meine Hilfe zählt"-Projekten zugute. Online: Unter http://www.volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken und die abgefragten Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten.