Technik aus Trier-Irsch schützt Kameruner vor Krankheit

Technik aus Trier-Irsch schützt Kameruner vor Krankheit

Weil es an Wasser mangelt oder vorhandenes oftmals nicht ausreichend aufgearbeitet wird, erkranken immer wieder Menschen in Kamerun. Drei im Wasserwerk Trier-Irsch nicht mehr benötigte Stahlfilterbehälter sollen im afrikanischen Nkwen-Bamenda wieder aufgebaut werden. Es geht um ein Menschenrecht.

Trier. Vor rund vier Jahren hat die UN-Vollversammlung das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht anerkannt. Trotzdem haben Millionen von Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Auch in dem Heimatland eines Mitarbeiters der Stadtwerke Trier (SWT) ist dies der Fall. Seinen Kollegen hatte er von der schwierigen Situation in seinem Land erzählt: Dass es dort an Wasser mangelt, dass das lebenswichtige Nass nicht aufbereitet oder aus ungeschützten Quellen getrunken wird. Die Folge: viele Krankheiten bis hin zur Cholera, einer schweren Infektionskrankheit, an der jährlich viele Menschen in Kamerun sterben.
Nur ein geringer Teil der Bevölkerung ist an die nationalen Trinkwasserverteilungsnetze angeschlossen. Das wollten Michael Kollete, ebenfalls SWT-Mitarbeiter, und Gleichgesinnte nicht hinnehmen. Sie gründeten einen Verein zur Förderung der Trinkwasserversorgung in Kamerun. Aktuell möchte der Verein eine Aufbereitungsanlage für Trinkwasser in Nkwen-Bamenda im Nordwesten Kameruns aufbauen. Michael Kollete berichtet: "Dank der Zusammenarbeit mit den SWT werden drei im Wasserwerk Trier-Irsch nicht mehr benötigte Stahlfilterbehälter in Nkwen-Bamenda wieder aufgebaut." Die Technik aus der Region ist bereits verschickt und in einem Hafen von Kamerun angekommen. Doch damit hatte der Verein nicht gerechnet: "Leider mussten die Container wegen einer unerwartet schwierigen Zollprozedur über fünf Monate im Hafen bleiben" sagt Kollete. Der Plan, die Anlage aufzubauen, müsse bis zum Ende der Regenzeit verschoben werden.
Das Vereinsprojekt kostet rund 17 000 Euro. Den Löwenanteil verschlingen dabei die Transportkosten. Fast 60 Menschen haben das "Meine Hilfe zählt"- Projekt schon unterstützt. TV-Leser können unter der Projektnummer 8825 mithelfen, damit die fehlenden 2859 Euro noch zusammenkommen.
Das Trinkwasser aus der Anlage soll kostenfrei sein und vor allem für Kinder, Schüler, Unterprivilegierte oder Kranke zur Verfügung gestellt werden. Bei einem Trinkwasserbedarf von drei bis vier Litern pro Tag können mit der Anlage täglich bis zu 230 000 Menschen versorgt werden. Die Anlage ist laut Kollete eine Art Prototyp, um technisches und wissenschaftliches Know-how für die Trinkwasseraufbereitung in Kamerun zu verbreiten. Denn langfristiges Vereinsziel ist, eine öffentlich zugängliche Trinkwasserversorgung in Kamerun aufzubauen und zu sichern - ein Einsatz fürs Überleben und für ein Menschenrecht.Extra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt", Konto 220012, Sparkasse Trier (BLZ 58550130), IBAN: DE47585501300000220012 oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103), IBAN: DE67585601030000191919 Im Verwendungszweck bitte die Projektnummer angeben. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Hat ein Projekt vor Buchung der Spende das Ziel erreicht, kommt der Betrag anderen Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten. volksfreund.de/meinehilfe Extra

2010 hat die UN-Vollversammlung das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht anerkannt. Trotzdem haben etwa 894 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser und rund 2,6 Milliarden keinen Zugang zu angemessener sanitärer Versorgung. Jedes Jahr sterben mehr als zwei Millionen Menschen an den Folgen unsauberen Wassers, darunter etwa 1,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Durch schmutziges Wasser sterben jährlich mehr Menschen als an Aids, Malaria und Masern zusammen. kat Quelle: Verein zur Förderung der Trinkwasserversorgung in Kamerun

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