Trierer Kita am Bach braucht Turn- und Spielgeräte - Fidibus-Musikwerkstatt und "Zoff daheim" finanziert

Trierer Kita am Bach braucht Turn- und Spielgeräte - Fidibus-Musikwerkstatt und "Zoff daheim" finanziert

Immer wieder geht es um Hilfe für Kinder, wenn die TV-Leser gefragt sind. Viele Einrichtungen und Initiativen sind auf Spenden angewiesen, wenn sie eine optimale Arbeit für die Jüngsten der Gesellschaft leisten wollen. Das gilt auch für die integrative Kindertagesstätte am Bach der Lebenshilfe Trier.

Ein trüber Regentag in Trier-Süd. Da kann das Freigelände rund um die Kindertagesstätte am Bach noch so attraktiv sein und die Lust auf frische Luft noch so groß: Allzuviel kann man angesichts aufgeweichter Schneereste und knietiefen Matschs heute nicht draußen machen.
Trotzdem herrscht fröhliches Treiben in den drei Gruppen der Kita. Man spielt "Tisch-Theater" mit den Heiligen drei Königen oder formiert einen Stuhlkreis. 15 kleine Menschen gehören zu jeder Gruppe, zehn "Regelkinder", wie es offiziell heißt, und fünf Behinderte. Je nach dem Grad der Behinderung richtet sich der Betreuungsaufwand. Erzieherinnen, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopädinnen: Es werden ganz unterschiedliche Kompetenzen gebraucht, um den spezifischen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
Es kann auch durchaus sein, dass jemand wie der mehrfach schwerbehinderte Alexander eine Betreuerin für sich alleine braucht. Und trotzdem sitzt er im Stuhlkreis dabei. "Jedes Kind kann von jedem Kind hier etwas lernen", sagt Leiterin Hiltrud Müllender - und zieht so ein Fazit aus 20 Jahren integrativer Kita-Arbeit in der Trägerschaft der Lebenshilfe.
Die Kita am Bach hat mehr Anmeldungen, als sie Kinder unterbringen kann. Die Einrichtung hat einen guten Ruf, und es gibt - allen Vorurteilen zum Trotz - immer mehr Eltern nicht behinderter Kinder, die den integrativen Ansatz durchaus als Vorteil für ihren Nachwuchs empfinden.
Aber die hohe Akzeptanz bedeutet keineswegs, dass die Einrichtung auf Rosen gebettet ist. Die Kostenträger rechnen nach festen Sätzen ab, die Möglichkeiten der Stadt sind begrenzt, und die Lebenshilfe mit ihren vielen Arbeitsfeldern kann auch keine großen Sprünge machen. "Bei allen Extras sind wir auf das Engagement von Eltern und Spendern angewiesen", berichtet Hiltrud Müllender.
Der große Spielgarten und die Apfelwiese, die in guten Jahren 400 Kilo abwirft, werden von Eltern in Schuss gehalten. Aber wenn es um finanziellen Bedarf geht, sind gerade Familien mit behinderten Kindern nicht beliebig belastbar. So klinkte sich die Lebenshilfe bei der Aktion "Meine Hilfe zählt" ein. Der Bedarf: 1500 Euro für fünf Sitzsäcke und drei Turnmatten. Die Matten sollen den dringend nötigen Austausch des alten Bestandes in der kleinen Turnhalle ermöglichen. Und die speziellen Stoff-Sitzsäcke sind multifunktionell in den Gruppen einsetzbar. Man kann sie zum Toben und Trollen benutzen, aber auch, um Kinder wie den kleinen Alexander behindertengerecht "einzumummeln".
Dank der TV-Leser sind schon mehr als 1100 Euro zusammengekommen.
Hiltrud Müllender hofft, dass auch der Restbetrag möglichst bald gespendet wird - damit die Kita-Kinder noch im langen Winter davon profitieren können.

Alles zum Projekt hier

Wie spende ich?
Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck Projektnummer angeben. Falls Veröffentlichung im TV gewünscht, ein "X" eintragen. Bis 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Falls ein gewähltes Projekt bereits vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung hat, kommt der Beitrag anderen "Meine Hilfe zählt"-Projekten zugute.

Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, auf den Spendenbutton klicken und abgefragte Daten eingeben.

Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten.

Hintergrund
Zwei weitere Projekte können wir von unserer "Meine Hilfe zählt"-Plattform streichen: Die Fidibus-Familienmusikwerkstatt und die Betreuungsgruppe "Zoff daheim" für Kinder mit familiären Gewalt-Erfahrungen sind komplett finanziert. Es sind schon die Projekte Nr. 13 und 14 seit dem Start der Aktion vor neun Wochen. Allen TV-Lesern dafür vielen Dank.

Von heute an werden jeweils mittwochs und samstags neue Initiativen vorgestellt. Außerdem berichten wir, welche Projekte ausfinanziert sind und was die Realisierung macht. Und wir verraten natürlich auch, wer sich als besonders großzügiger Spender engagiert hat. So wie die Sparkasse Bitburg-Prüm, die 1000 Euro zum Verteilen unter allen Projekten zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

Und noch ein Service: Wir präsentieren in einer Grafik immer jene vier Projekte, die aktuell am nächsten an der Komplettierung des Finanz-Bedarfs sind. Natürlich in der Hoffnung, dass die TV-Leser ihnen weiterhelfen. Detail-Infos finden sich auf unserer Internet-Plattform.

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