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Trierer spenden auf dem Hauptmarkt: Spenden-Nachholbedarf bei Aktion "Menschen für Menschen"

Trierer spenden auf dem Hauptmarkt: Spenden-Nachholbedarf bei Aktion "Menschen für Menschen"

Was aus einer spontanen Wette werden kann, zeigt seit vielen Jahren die Stiftung "Menschen für Menschen" des Schauspielers Karl-Heinz Böhm. In diesem Jahr will er 46 neue Schulen in Äthiopien auf die Beine stellen - unter anderem mit Hilfe der Stadt und der Region Trier. Oberbürgermeister Klaus Jensen und Mundartsänger Helmut Leiendecker haben sich am Samstag auf dem Hauptmarkt im Wetten und Betteln geübt. Ziel des Duos: Spenden für die Stiftung "Menschen für Menschen" sammeln.

Trier. Karl-Heinz Böhm ist bei seiner Idee geblieben, die er einst bei "Wetten, dass..." aus der Taufe hob. Aber diesmal sind nicht Fernsehzuschauer, sondern Kommunalpolitiker aus vielen deutschen Regionen - darunter der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen.

Böhm, inzwischen 83 Jahre alt, hat die Ziele gewohnt hochgesteckt. Statistisch gesehen, soll jeder dritte Einwohner der Wettpartner-Stadt einen Euro spenden. In Trier wären das rund 35 000. Gefragt als Spender sind natürlich nicht nur die Einwohner der Stadt, sondern auch das ganze Umland und die Besucher. Die Summe muss in relativ kurzer Zeit zusammenkommen, denn die bundesweite Aktion wird am 9. Juni abgeschlossen.

Extra: Alle Informationen zum Projekt auf volksfreund.de

Natürlich geht es dabei auch um den Ehrgeiz, dass keine Region hinter der anderen zurückbleiben will. Aber ausgerechnet da sieht es für Trier bislang dünn aus. 26 Städte sind dabei, die Mosel-Metropole lag zumindest bis zum Wochenende auf einem - vorsichtig formuliert - nicht gerade schmeichelhaften Platz 24. Weit hinter Celle, Mannheim oder Aachen, abgeschlagen hinter den Nachbarn aus Koblenz, ja sogar Castrop-Rauxel, zeigt sich bislang spendenfreudiger als Deutschlands älteste Stadt und das Umland.

Vielleicht gelingt es ja über "Meine Hilfe zählt", Triers OB Jensen zu unterstützen. Denn er hat gewettet, dass die Trierer, ihre Nachbarn und ihre Gäste die erhofften 35 026 Euro für die Kinder in Äthiopien, für Schulen und Alphabetisierungskurse zusammenbringen. Die Projekt-Nummer lautet 6796.

Einen beachtlichen Schritt in diese Richtung gab es am Wochenende mit einer großen Sammel-Aktion in der Trierer Fußgängerzone. Trier. "Ich freue mich, dass hier so viele dritte Trierer sind", sagt Helmut Leiendecker. Am Samstag hat der Trierer Mundartsänger drei Stunden lang mit seiner Band musiziert und die Spendendose gerüttelt, um Geld für Äthiopien zu sammeln: Eine wichtige Station auf Triers Weg zum Sieg bei der Städtewette. Bis zum 9. Juni möchte Oberbürgermeister Klaus Jensen jeden Dritten der 105.078 Trierer Einwohner zu einer Spende von einem Euro bewegen und eine Spendensumme von insgesamt 35.026 Euro sammeln.

Der Trierische Volksfreund unterstützt die Aktion als Medienpartner. Das Geld soll Kindern in Äthiopien zugutekommen und etwa für den Bau neuer Schulen verwendet werden. "Gestern lagen wir bei 25 Prozent. Ich habe den Ehrgeiz, die 100 Prozent zu schaffen", sagt Helmut Leiendecker. Zumindest bei der Aktion auf dem Hauptmarkt scheint dieses Ziel erreichbar: Immer mehr Menschen werfen Münzen und Scheine in die Spendendosen. Heike Fröhling aus Trier-Süd ist mit ihrer Tochter Jil (12) gekommen und steckt einen Zehn-Euro-Schein in die Dose. "Das macht etwa zwei Euro für jedes Familienmitglied", sagt sie.

Per Banküberweisung an Meine Hilfe zählt. Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck Projektnummer angeben. Falls Veröffentlichung im TV gewünscht, ein "X" eintragen. Bis 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Hat ein gewähltes Projekt bereits vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung, kommt der Beitrag anderen Projekten zugute.

Online unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, auf den Spendenbutton klicken und abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten.