TV-Leser helfen vor Ort und weltweit

Meine Hilfe Zählt : TV-Leser helfen vor Ort und weltweit

Meine Hilfe zählt: Aktuell unterstützt der Trierische Volksfreund 92 Projekte – von Trier über Tansania bis Palästina.

Manche Familien fahren mehr als hundert Kilometer, damit ihre Kinder bei Auryn Hilfe bekommen. Die Fachstelle für Jungen und Mädchen von Eltern, die psychisch erkrankt sind, ist die einzige weit und breit um Trier. Auryn-Mitarbeiter hören den Kindern zu, nehmen ihnen Schuldgefühle und geben ihnen Tipps, um mit der belastenden Situation besser umgehen zu können. Auch Aktionen in der Gruppe werden organisiert, damit die Kinder für ein paar Stunden abschalten können.

Mit den Großen möchten Auryn-Mitarbeiter eine kreative Zeit im „malmal“ verbringen, einer Werkstatt in der Trierer Neustraße. Dort kann man sich Rohlinge aussuchen: Teller, Becher, Schüsseln oder Tassen, und diese dann nach eigenen Vorstellungen ganz individuell gestalten. Ist der Rohling bemalt, kommt er in den Brennofen, und das Lieblingsstück kann ein paar Tage später abgeholt werden. Der kreative Tag, der Auszeit vom oftmals schwierigen Alltag der Teenager ist, kostet 470 Euro. Inklusive Kuchen und Getränke – denn wer schöpferisch tätig ist, muss sich auch stärken. Es fehlen noch 160 Euro, 61 Prozent der Spendensumme ist bereits finanziert. TV-Leser können das Meine Hilfe zählt-Projekt des Vereins Auryn unter der Nummer 72371 unterstützen.

Um Kinder und Jugendliche kümmert sich auch Lifegate Rehabilitation. Genauer gesagt, um junge Menschen mit einer Behinderung. Sie stehen im palästinensischen Beit Jala außerhalb der Gesellschaft. Denn wer mit einer Behinderung zur Welt kommt, wird verstoßen, von der eigenen Familie meist versteckt. Und einer grausamen Regel folgend, verlässt der Mann dann häufig die junge Mutter. Seit Jahren setzt Lifegate sich für junge Palästinenser, die blind, taub, körperlich oder geistig behindert sind, ein, gibt ihnen ihren Platz in der Gesellschaft zurück – vom Norden bis Süden des Westjordanlandes. Gemeinsames Herzstück des großen Netzwerks ist das Lifegate Haus in Beit Jala mit Werkstätten, Therapieräumen, Klassenzimmern, einem Restaurant und der Verwaltung. Auch Mechthild Bach aus Trier engagiert sich seit vielen Jahren bei Lifegate Rehabilition. Sie bittet um Spenden für den Aufbau einer Werkstatt für orthopädische Hilfsmittel. 3000 Euro werden benötigt, bislang sind 1300 Euro zusammengekommen, damit ein deutscher Orthopädiemechaniker in Beit Jala junge Leute ausbilden kann und endlich dringend benötigte Schienen, Orthesen oder Einlagen im Westjordanland hergestellt werden können. Das Projekt hat die Nummer 71448. Der Anfang ist bereits gemacht. Bach schreibt im Projekt-Blog: „Wir haben 1100 Euro Spendengelder erhalten.“ Sie würden eingesetzt, um Maschinen für die neue Ausbildungswerkstatt zu kaufen.

Auch das Schicksal der Kinder in Tansania liegt den TV-Lesern am Herzen: Der Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania baut im Osten Afrikas ein Kinderkrankenhaus. Der Bau ist überfällig: Denn im Jahr 2019 sterben immer noch 75 von 1000 Neugeborenen in Tansania, häufig an Durchfall, Lungenentzündung oder Masern. Weniger als die Hälfte der Geburten wird medizinisch betreut, viele Mütter verlieren ihr Leben. Und ein Viertel der Kinder erlebt den fünften Geburtstag nicht, nur weil es an Medikamenten und Wissen mangelt. Der Klinikbetrieb ist teilweise gestartet (der TV berichtete) und es wird weiter gebaut. Der Verein benötigt dringend weitere Spenden. Denn je schneller das Krankenhaus komplett fertiggestellt werden kann, umso weniger Mütter sterben wärhrend der Geburt, umso weniger Kinder sterben an Krankheiten, die gut behandelt werden könnten. Das Projekt hat die Nummer 50951.

Die Kinderhilfe Moshi baut für Kinder und Mütter in Tansania ein Krankenhaus. Foto: TV/Kinderhilfe Moshi
Foto: TV/Schramm, Johannes

Auf jeden Euro ist auch das Projekt „MIAU! - Tierschutznotfä(e)lle brauchen Ihre Hilfe“ angewiesen. Eine neue Aufgabe ist hinzugekommen: die Versorgung der Herbstkatzenkinder und Muttertiere. „Die neue Katzenkinderschwemme,  darunter besonders viele pflegeintensive Flaschenkinder, verursacht auf den bereits überfüllten Pflegestellen weitere Unterbringungs- und Tierarztkosten“, schreibt der Förderverein Eifeltierheim auf der Internetseite von Meine Hilfe zählt (www.meine-hilfe-zaehlt.de). Auch für die Muttertiere werde Hilfe benötigt. Mehr als 170 TV-Leser haben ein Herz für Tiere und dieses Meine Hilfe zählt- Projekt unter der Nummer 58282 in den vergangenen zwei Jahren mit mehreren Tausend Euro unterstützt. Weitere Hilfe wird gebraucht.

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