Warten auf Hilfe aus Wittlich

Warten auf Hilfe aus Wittlich

„Meine Hilfe zählt“: Katrin Bornmüller und ihre Gruppe bitten um Spenden, damit junge Christen in Pakistan zur Schule gehen können.

Eine Hilfslieferung des IGFM wird von Familien im Irak in Empfang genommen. Foto: Verein

Wer sie kennt, weiß, dass sie nicht aufgibt, bevor sie ihr Ziel, die Welt für andere besser zu machen, erreicht hat. Katrin Bornmüller ist der Kopf der Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Wittlich. Gemeinsam mit vielen weiteren Ehrenamtlichen hat sie bis heute Hunderte von Hilfstransporten organisiert und meist Richtung Osten losgeschickt.

Dabei hat sie zig Frauen und Männer kennengelernt, die sich ebenfalls für Menschenrechte stark machen, darunter die Juristin Aneeqa Maria Anthony aus Pakistan. Die Mittdreißigerin, die bereits mit 14 Jahren Jura studierte, setzt sich in ihrem Heimatland unermüdlich für die Rechte von Minderheiten ein. Anfang dieses Jahrhunderts hatte Anthony mit Kommilitonen die Organisation "Voice" gegründet, unter anderem um christlichen Mädchen und Jungen den Schulbesuch zu ermöglichen und bestmöglich zum Abitur zu führen.

Aus ihrem Heimatland schildert sie laut Bornmüller Szenen, die fassungslos machen. Etwa, dass es dort bitterer Alltag sei, dass Christen in ihrem Zuhause verbrannt würden. Christen seien dort extremistisch gesinnten Muslimen, ihren Gräueltaten und Machenschaften ausgeliefert. Bornmüller und Anthony, die trotz massiver Bedrohungen und Furcht um ihr Leben weiter für die Minderheiten kämpft, stehen in ständigem Kontakt. Sie tauschen sich meist über soziale Medien aus, und im vergangenen Jahr war die Menschenrechtsanwältin zu Besuch in Wittlich. "Mit ihrer Initiative ,Voice' hat sie bereits mehrere Hundert Kinder bis zu einem qualifizierten Schulabschuss geführt", sagt Katrin Bornmüller.

Christen würden in Pakistan nicht nur verfolgt, sie zählten auch zu den ärmeren Bürgern. Mangels Kenntnissen über Verhütung hätten sie oft viele Kinder und könnten sich das Schulgeld nicht leisten. Die Folgen: Analphabetismus und Arbeitsstellen als Tagelöhner, Hausbedienstete oder Kleinhändler. Das Tragische: Bildung ist in Pakistan keine Frage mangelnder Intelligenz, sondern mangelnden Geldes. "Besonders trifft dies auf Mädchen zu, die traditionell in der Familienhierarchie unter den Jungen stehen", sagt die Chefin der IGFM-Arbeitsgruppe Wittlich.

Dabei kostet ein regelmäßiger Schulbesuch gerade mal so viel wie ein Marken-T-Shirt in Deutschland: 40 Euro. "Abgedeckt sind mit diesen Kosten das Schulgeld, Mittagessen und Unterrichtsmaterialien", sagt Bornmüller. Summa summarum kostet ein Schulbesuch für knapp 30 Kinder 10 000 Euro. Bereits 17 "Meine Hilfe zählt"- Projekte der IGFM Wittlich haben TV-Leserinnen und -Leser mitfinanziert und Menschen vor Kälte, Hunger und Analphabetismus bewahrt.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte Wittlich bittet um weitere Spenden, damit Kinder in Pakistan mit Hilfe eines Schulabschlusses aus dem Teufelskreis, in dem ihre Familien oftmals stecken, ausbrechen können.

Spenden könnten für das Projekt "Kinder in Pakistan - Schulbesuch Ja, Analphabetismus Nein!" unter der Projektnummer 50997 eingezahlt werden.

Ein weiteres Projekt der Wittlicher Arbeitsgruppe "Irak - Land der Flüchtlinge im Krieg" (Projektnummer: 50128) ist beinahe vollständig finanziert.

Für diese Unterstützung vom Bürgerkrieg betroffener Familien fehlen nur noch 210 Euro.

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