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Das stille Glück, anderen eine Freude zu bereiten

Das stille Glück, anderen eine Freude zu bereiten

Sie, liebe Leser, haben jeden Monat die Wahl, sich Ihren Favoriten unter den Kandidaten für den Ehrenamtspreis herauszusuchen. Wegen Allerheiligen haben wir diesmal darauf verzichtet, die Sieger direkt anzurufen. Damit bleibt die Spannung bis zur TV-Ausgabe am 9. November erhalten. Nicht nur die Sieger, sondern alle Ehrenamtlichen sind Menschen, die sich für ihre Mitmenschen oder eine gute Sache einsetzen.

Trier. Das Rennen um den Ehrenamtspreis im Oktober ist zwar gelaufen. Die Sieger werden jedoch erst in der Ausgabe am 9. November gewürdigt, denn sonst hätten wir an Allerheiligen anrufen müssen. Ein paar Tage Spannung mehr können ja nicht schaden.
Es ist kaum zu überschätzen, wie wichtig Ehrenamtliche für das Funktionieren unserer Gesellschaft sind. Nehmen wir mal die Sieger im August. Da hat der Morbacher Heimatforscher Berthold Staudt die meisten Leser überzeugt. Er gilt in seiner Region als lebendes Lexikon mit Schwerpunkt Ahnenforschung. Seine Beschreibungen der Vergangenheit sind beileibe keinen toten Texte, sondern Geschichte, die durch ihn erst wieder lebendig wird.
Wie wichtig diese Beschreibungen des Vergangenen sind, sagt er selbst: "Die Vergangenheit zu verstehen heißt, die selben Fehler nicht noch einmal zu machen." Das kann darum gehen, einfach nur aus Erfahrung klug zu werden, oder aus der Geschichte Parallelen zu erkennen, die bis zum Krieg führen können. Außerdem hilft Staudt als Wanderwart des Hunsrückvereins gerade Einheimischen ihre Heimat besonders wertzuschätzen.
Die Gruppensieger im August waren die 51 ehrenamtlichen Helfer der Seniorenresidenz St. Martin in Schweich. Das sind Leute, die noch Schüler sind, aber auch welche, die selbst seit vielen Jahren den Ruhestand genießen könnten. Ihnen ist aber nicht egal, ob Bewohner der Residenz sich einsam und verlassen fühlen, weil es keine Angehörigen mehr gibt und kein Besuch mehr kommt. Da wird viel Musik gemacht, gefeiert, gegrillt, eine Hauszeitung herausgebracht oder einfach nur zugehört, wenn von früher erzählt wird.
Im September war es Wildtierschützer Jürgen Meyer aus Wiltingen, dessen Arbeit für Fundtiere, die gepflegt und wieder in die in die Natur entlassen werden, gewürdigt wurde. Dabei erledigt er eigentlich die Arbeit der Naturschutzbehörden, und mehr noch, er würde sogar seinen gut bezahlten Job in Luxemburg kündigen um hauptamtlich, und mit spürbaren Geldeinbußen, den Tieren im Wildtierzentrum in Wiltingen und Saarburg zu helfen.
Die Wittlicher Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, die die Gruppenabstimmung im September gewann, ist in Ländern tätig, wo Krieg und Misswirtschaft zu Armut geführt hat. 60 Helfer schicken Hilfsgüter mit großen LKWs dorthin, wo anscheinend nur Geld für Waffen, aber nicht für Essen vorhanden ist.
Doch alle Kandidaten verdienen allerhöchsten Respekt. Deshalb gibt es auch für jeden, der mitmacht, ein Dankschreiben für sein Engagement vom Trierischen Volksfreund. Ihre Monatssiege haben die bisherigen Gruppen- und Einzelkandidaten 7113 Lesern zu verdanken, die angerufen oder ihre Stimme per Internet abgegeben haben.
volksfreund.de/respektExtra

 Berthold Staudt, Einzelsieger im August. Foto: privat
Berthold Staudt, Einzelsieger im August. Foto: privat Foto: red red (red) ("TV-Upload red"

Von unseren Lesern kommen die Vorschläge für die Gruppen und Einzelpersonen des TV-Ehrenamtspreises. Und die Leser stimmen per Telefon oder via Internet über die Monatssieger ab. Wenn Sie Vorschläge für lobenswertes Engagement von Einzelnen oder Gruppen haben, reichen Sie uns diese am besten per E-Mail ein und schicken diese an die Adresse: respekt@volksfreund.deDie Vorschläge müssen gut begründet sein, ein gutes Foto in hoher Auflösung muss mitgeschickt werden. Bitte Bild und Text aus drucktechnischen Gründen separat an die Mail anhängen. Bitte vorher klären, ob die Vorgeschlagenen mit ihrer Kandidatur einverstanden sind. Eine Jury aus dem Medienhaus Trierischer Volksfreund wählt drei Gruppen und Einzelpersonen aus, unter denen die TV-Leser die Wahl haben. Eifeler aufgepasst! Wir sind sicher, auch in den Regionen rund um Bitburg, Prüm, Daun und Gerolstein gibt es viele Menschen, die ihre Kraft in den Dienst von Mitmenschen stellen. Auch aus dieser Region sollten sich Kandidaten melden und Menschen Vorschläge für die Respekt!-Kandidatur machen. Denn die Ehre, Respekt!-Preisträger zu werden, hilft auch wegen der danach größeren Bekanntheit denen, die Hilfe bekommen sollen. doth