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Laudator Lars Ross: Sieger Monat November, Kategorie Gruppe, Orga-Team Hospizlauf

Laudator Lars Ross: Sieger Monat November, Kategorie Gruppe, Orga-Team Hospizlauf

Und nun zu den Novembergewinnern aus der Kategorie Gruppe: Das Orga-Team Hospizlauf.

2004 startete Jörg Engel zum ersten Mal mit einer kleinen Gruppe in Koblenz, mit dem Ziel, nach 24 Stunden in Trier anzukommen und unterwegs für das Hospizhaus Geld zu sammeln. Dieser Lauf wurde 2005 von ihm und seinen Begleitern wiederholt.
2006 und 2007 lief Gerhard Geisen die gesamte Strecke von 200 km, begleitet von seinen Lauffreunden, ebenfalls mit. Die Läufe wurden bis dahin alle von Jörg Engel und seinem Team organisiert und standen aber 2008 vor dem Aus, da Jörg Engel zeitlich verhindert war.

2008 übernahm aus der Not heraus ein neues Team, hier lief Hans-Peter Roden die gesamte Strecke von 200 km.
2009 gingen Gerhard Geisen und Hans-Peter Roden erneut an den Start. Hier gelang es, auf Grund von starker Hitze, jedoch keinem, die gesamte Strecke zu laufen und die Organisation stand zum wiederholten Male vor dem Aus.
Dies war die Geburtsstunde des heutigen Orgateams, welches das Konzept "Extremlauf für einen guten Zweck” in ein Konzept "Längster Volkslauf für einen guten Zweck” umwandelte und das sportliche Miteinander mit Geld sammeln verband.

Und wenn im Juli diesen Jahres in Koblenz wieder rund 500 Läuferinnen und Läufer an den Start gehen, um nach Trier zu laufen, dann hat das Orga-Team Hospizlauf wieder viel Arbeit geleistet. Die engagierten Männer und Frauen planen den Spendenlauf, sie bauen die notwendige Infrastruktur auf, sie suchen Sponsoren, um nur einige der erforderlichen ehrenamtlichen Aktivitäten zu nennen. Während des Laufs sorgen sie auf der gesamten Strecke für Verpflegung der Läufer - und sie sammeln Geld.

"Die Spenden gehen zu hundert Prozent an die Hospizstiftung", sagt Orga-Team-Sprecherin Ingrid Zender. Jeder Euro trägt dazu bei, dass Todkranken ein würdevolles Sterben im Hospiz ermöglicht werden kann. Das Orga-Team Hospizlauf leistet seit 2004 damit einen sozialen Beitrag für eine gute Sache, die nicht im gesellschaftlichen Fokus steht. So konnte in den Jahren ab 2011 die unfassbare Summe von 59.320 Euro der Hospizstiftung übergeben werden.

Wichtig ist aber auch, dass bei diesem sportlichen Ereignis nicht Zeiten und Leistung im Vordergrund stehen, sondern es ums Mitlaufen geht. Jeder egal welcher Leistungsklasse kann mitlaufen, alle laufen gemeinsam im gemäßigtem Tempo für den guten Zweck, nämlich sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten.

Und somit werden die Läufer, die nach 24 Stunden am Hospizhaus in der Trierer Ostallee ankommen, stark belohnt: mit der Freude und dem Lachen der Menschen, die dem Tod näher sind als dem Leben. Die letzten Meter werden sogar oft von den Patienten des Hospizhauses im Rollstuhl mit begleitet. Momente, die nicht in Worte zu fassen sind.

Menschen, die etwas bewegen. Begrüßen Sie mit mir auf der Bühne: das Orga-Team des Hospizlaufes mit Ingrid Zender.

www.hospiz-lauf.de