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Mitglieder von Probare sind Brückenbauer

Mitglieder von Probare sind Brückenbauer

Der Trierer Verein Probare kümmert sich seit fast zehn Jahren um Straffällige - und damit um die Sicherheit der Bürger. Die meisten Mitglieder sind Bewährungshelfer.

Teils kommen sie freiwillig zum Verein "Probare", teils weil der Richter es verlangt: Menschen, die etwa geklaut, betrogen oder jemanden verletzt haben.
Stephanie Jungen, die erste Vorsitzende, hat, wie die meisten der Vereinsmitglieder täglich beruflich mit Straffälligen zu tun. Seit rund zehn Jahren opfert die Bewährungshelferin gemeinsam mit Kollegen sogar noch ihre Freizeit, um sich um straffällig gewordene Erwachsene zu kümmern.
"Weil sie keine Lobby haben, durch sämtliche Raster fallen und weil die Leute uns am Herzen liegen", erklärt sie das Engagement und die Gründung des Vereins im Jahr 2004. Vielen Straffälligen fehle es an Lebenspraxis und -tauglichkeit. Da setzt der Verein an, hilft mit kleinen Mitteln: Beispielweise bringen die Mitglieder den straffällig gewordenen Menschen bei, wie man ein Haushaltsbuch führt, einkauft oder einen Ordner anlegt. Sie helfen beim Ausfüllen von Anträgen, Dinge, mit denen laut Jungen viele oftmals überfordert sind - und sich ohne Hilfe das nächste Problem auftürmen würde.
Eine Wanderung zur Gedenkstätte "Ehemaliges SS-Sonderlager/KZ Hinzert" mit anschließender Besichtigung trägt dazu bei, das Einfühlungsvermögen von Straftätern in ihre Opfer zu fördern. Es ist eines der vielen Projekte und Bausteine der engagierten Mitglieder. Probare vernetzt alle am Verfahren Beteiligte und fördert die Zusammenarbeit. Auch damit trägt der Verein dazu bei, Straffälligkeit zu vermeiden und das Leben für jeden einzelnen Bürger sicherer zu machen. kat
Wenn die Betreuer der Trierer Probare im April Respekt-Preisträger werden sollen, rufen Sie an und stimmen Sie für sie ab unter der Rufnummer 0137/8080011-02. *