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Pflegeelternverein: Austausch und "Ämterbrücke"

Pflegeelternverein: Austausch und "Ämterbrücke"

Peter Finkelgrün hat sich einer besonderen Aufgabe angenommen: Gemeinsam mit seiner Frau kümmert er sich um sechs Pflegekinder. "Pflegeeltern zu sein, ist ein Ehrenamt, welches 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr ausgeführt wird", sagt Finkelgrün.

Zum Alltag gehöre auch, sich mit den üblichen Kinder- und Teenagerproblemen auseinanderzusetzen und Beobachtungen der Privatsphäre durch Jugendamt und Gesellschaft ausgesetzt zu sein. Manchmal an physische und psychische Grenzen zu stoßen, bleibe nicht aus. Der im Jahr 2013 gegründete Verein gibt Pflege- und Adoptiveltern die Möglichkeit, sich auszutauschen und zeigt den 60 Mitgliedern, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. "Wir möchten vermittelnd tätig sein und eine Brücke zu den Ämtern bilden", nennt Finkelgrün, er ist der erste Vorsitzende, eine weitere Vereinsaufgabe. Denn viele Pflegeeltern trauten sich nicht, sich mit ihren Anliegen direkt ans Jugendamt zu wenden. Auch als Brücke für Interessierte zu Ämtern verstehe sich der Verein. Vereinswandertage oder Reisen stärken das Wir-Gefühl, auch Fragestunden etwa mit Rechtsanwälten gehören zum Angebot. Und der Verein gehört dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Trier an. kat