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Respekt! Die Sieger im Monat Juli 2015

Respekt! Die Sieger im Monat Juli 2015

Genau 856 TV-Leser haben abgestimmt und die siebte Runde des Ehrenamtspreises „Respekt!“ 2015 entschieden: Der Förderverein Eifeltierheim e.V. in Wittlich überzeugte mit seiner Arbeit für wild geborene Katzen und andere in Not geratene Tiere ebenso wie Hildegard Haubrich aus Föhren, die sich seit 1997 um die Restaurierung der Molitorsmühle in Schweich kümmert, und diese auch für Besucher zugänglich macht.

Hildegard Haubrich bringt die Molitorsmühle in Schweich nicht nur auf Vordermann, sondern führt auch für alle Interessierten in diesem Kleinod Führungen durch. Foto: privat

Ein "Ja!", das aus tiefstem Herzen kam, ist die Reaktion von Brigitte Wiegers, einer Pflegestellenleiterin des Fördervereins Eifeltierheim e.V. in Wittlich, als sie vom Monatssieg erfährt. Sie hatte den Verein vorgeschlagen. "Ich freue mich, dass ich Tieren helfen kann, die ein neues Zuhause bekommen", lautet ihre Motivation. Der Lohn seien jedes Mal jede Menge Glückgefühle. Wiegers und ihre bis zu 20 Mitstreiter, davon die Hälfte mit Pflegestelle, sind jetzt noch motivierter: "Wir wollen am Ende des Jahres die 5000 Euro gewinnen." Natürlich nicht für die Vereinsmitglieder selbst, sondern wieder für die Arbeit mit den Tieren. Mit dem Erfolg beim Ehrenamtspreis hofft der Verein, den es seit zehn Jahren gibt, vermehrt auf Spender. Infos gibt es unter www.foerderverein-eifeltierheim. de oder auf Facebook. Die 2. Vorsitzende des Vereins, Silvia Schmitt sagt: "Wir sind sehr glücklich, dass unsere Arbeit so wertgeschätzt wird." Es geht in der Hauptsache um wild geborene Katzen, beispielsweise auf Bauernhöfen, die ein hartes Leben erwartet. Mit Sterilisierung und Kastration wird eine ungehemmte Vermehrung verhindert. Katzen, die in unseren Pflegestellen handzahm werden, können vermittelt werden", erklärt Schmitt. Durch den Ehrenamtspreis werde das Problem, das auch andere Tiere in Not betrifft, wieder stärker ins Bewusstsein gerückt. "Ach! Echt?", fragt Hildegard Haubrich aus Föhren, die seit 1997 die Molitorsmühle in Schweich managt, etwas ungläubig, als sie vom Monatssieg erfährt. Sie hat sich den Erhalt des Gebäudes mit der historischen Mühlentechnik zur Lebensaufgabe gewählt: "Da ist alles auf vier Etagen noch original." Sowohl das Haus selbst, als auch die Mühlentechnik stehen unter Denkmalschutz. Ein Wasserrad sucht man allerdings vergebens. "Bereits 1938 gab es eine Turbine", erklärt Haubrich. Dafür muss aber der Föhrenbach mindestens einmal im Jahr vom Schlamm befreit werden, sonst läuft die Turbine nicht, die die gesamte Technik auf vier Etagen antreibt. Seit 1830 ist die Mühle in Familienbesitz. 1972 wurde der Betrieb von Vater Anton Branz eingestellt. Es rentierte sich einfach nicht mehr. Doch zu tun ist immer noch genug. Hildegard Haubrich koordiniert die Arbeit ihrer Geschwister und Helfer, wenn es um Reparaturen geht. Verputzen, pflastern, anstreichen, das machen wir alles selbst", sagt sie mit Stolz. Finanziert wird der Erhalt durch Eintrittsgelder und eine Förderung der Denkmalschutzbehörde. Der ehemalige Kuhstall wird für Feste und Feiern vermietet. Hildegard Haubrich hofft jetzt auf einen verstärkten Werbeeffekt für ihr idyllisches Kleinod am Föhrenbach. doth Weiter geht es mit der August- Runde am kommenden Mittwoch. Dann werden Ihnen wieder drei besonders engagierte Gruppen aus der Region vorgestellt. Liebe TV-Leser, senden Sie uns Ihre Vorschläge für Ihren Ehrenamtskandidaten zu - sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen und Vereinen. Schicken Sie uns eine detaillierte Begründung und unbedingt ein gutes Foto mit. Beides senden Sie bitte per EMail an: respekt@volksfreund.de