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Respekt!-Sieger: Die Passionsvereinigung Wintrich und der Behindertenbeauftragte aus Konz

Respekt!-Sieger: Die Passionsvereinigung Wintrich und der Behindertenbeauftragte aus Konz

Die Passionsvereinigung Wintrich und Behindertenbeauftragter Peter Musti aus Konz sind die Respekt!-Sieger im Monat Mai.

9000 Zuschauer bestaunten die Passionsspiele der biblischen Schauspieler aus Wintrich. Lange Bärte wachsen zu lassen gehört für das Team zur Vorbereitung der Aufführungen mit dazu. Foto: Verein Foto: Herbert Thormeyer (doth) ("TV-Upload Thormeyer"

Dirk Kessler freut sich und lacht am Telefon. Der Spielleiter der Passionsvereinigung Wintrich hat allen Grund dazu, denn seine Hobbyschauspieler, die alle fünf Jahre die biblische Geschichte sehr lebendig darstellen, haben den Ehrenamtspreis im Mai bei den Gruppen gewonnen.

Die gute Tat in Form von Spenden haben nach der schauspielerischen Leistung die 9 000 Zuschauer zustande gebracht. "Das wird ein Spendenbetrag im sechsstelligen Bereich", freut sich der Regisseur, trotz eines Aufwands, der 75 000 Euro gekostet hat. Kessler sagt aber auch: "Es gibt so viele tolle Ehrenamtler, die still und leise arbeiten und einfach nur helfen." Dennoch verleihe der Ehrenamtspreis der Passionsvereinigung wieder neuen Schub.

Wohin das Spendengeld fließt, steht noch nicht fest, aber der Spielleiter nennt Beispiele, wo schon geholfen wurde: "Essen für Flüchtlingskinder, Laptops und Musikinstrumente für Schulen, Unterstützung krebskranker Kinder und viele mehr." Viele Mitglieder wissen, wo was fehlt, und dann wird da auch geholfen.

In fünf Jahren sind wieder Passionsspiele in Wintrich. Ein Jahr vorher beginnen dafür schon die Proben.
"Ich bin von den Socken, dass ich gewonnen habe", staunt der Konzer Behindertenbeauftragte, Peter Musti, über seinen Respekt-Sieg. Für ihn sei das eine große Ehre. Er bedankt sich bei allen, die für ihn gestimmt haben: "Das sind Leute, die sich für Barrierefreiheit und die Belange von Behinderten interessieren."

Musti hofft, dass durch die Aktion des TV wieder mehr Aufmerksamkeit auf diese Belange gelegt wird und am besten eine öffentliche Diskussion in Gang kommt. Er selbst stelle sich dieser Aufgabe gerne, auch ohne Lob, und zitiert den berühmten Satz von John F. Kennedy: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern, was du für dein Land tun kannst."

Dass es geht, zeige doch die Flüchtlingskrise, in der sich sechs Millionen Deutsche um die Neuankömmlinge gekümmert haben: "Damit hat ganz Deutschland an Image gewonnen." Ob seine Arbeit und die der vielen anderen nachhaltig wirkt, könne er jedoch nicht sagen.

Im Mai stimmten 819 Leser ab. Die Gewinner-Gruppe in der Jahresabstimmung erhält ein Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro für ihr ehrenamtliches Engagement. Der Einzelsieger wird mit einer hochwertigen Reise belohnt. Bei der Jahres-Gala werden außerdem alle Monatssieger mit einem Pokal geehrt.

Alle Infos, vor allem, wie man Kandidat wird, sind natürlich auch online nachzulesen unter: www.volksfreund.de/respekt . Die neuen Gruppen-Kandidaten für Juni werden in der Mittwochausgabe vorgestellt.