1. Aktionen
  2. Respekt

Sieger im Monat November, Kategorie Einzelkandidaten: Sylvia Theis vom Refugium Trier

Sieger im Monat November, Kategorie Einzelkandidaten: Sylvia Theis vom Refugium Trier

Sylvia Theis aus Kasel im Ruwertal, die Einzelsiegerin des TV-Ehrenamtspreises im November, ist Mitbegründerin des Netzwerks Refugium, das seit August in Trier und Umgebung Hilfe und Ordnung ins Helfen für Flüchtlinge bringt.

 Refugium ist Lateinisch und bedeutet Zufluchtsort. Mit dem Informationsnetzwerk für Hilfsbedürftige, das den gleichen Namen trägt, kann Sylvia Theis aus Kasel dazu beitragen, dass sich Trier in einen Ort der Zuflucht verwandelt. "Wir wollen, dass der Mensch hinter dem Flüchtling wahrgenommen wird", lautet ihr Motto. Helfen ist nicht immer einfach, besonders wenn eine passende Struktur fehlt. Diese wurde im August geschaffen, denn Projekte und Spenden mussten in ein sinnvolles Verhältnis zueinander gesetzt werden. "In der Sortierhalle in der Niederkircher Straße haben wir uns zwar über jede Spende gefreut, aber auch kaum noch Land gesehen", erklärt die Helferin das Problem. Dienstpläne mussten her, Fahrer eingeteilt und alles koordiniert werden, auch über soziale Medien wie Facebook. "Jetzt funktioniert das alles schon viel besser", sagt die gelernte Heilpraktikerin. Am Anfang war die Arbeit in der Kleiderkammer ein Vollzeitjob mit rund acht Stunden am Tag. Danach ebbte die Spendenwelle wieder ab, steigt aber derzeit wieder. Diese Arbeit ist mir einfach eine Herzensangelegenheit", sagt Theis. Beruflich hat sie eine Pause für die Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe eingelegt. Bescheiden wie die Helferin ist, legt sie wert auf die Feststellung, dass auch mehr als 100 Mitstreiter da sind. Nicht alles wird dringend gebraucht, manches, wie beispielsweise Handschuhe für den Winter, aber schon. Informiert wird über diese Arbeit in den Facebookgruppen von Refugium Trier. Fragen werden per Mail unter refugium.sachspenden@gmail.com beantwortet. doth
Refugium ist Lateinisch und bedeutet Zufluchtsort. Mit dem Informationsnetzwerk für Hilfsbedürftige, das den gleichen Namen trägt, kann Sylvia Theis aus Kasel dazu beitragen, dass sich Trier in einen Ort der Zuflucht verwandelt. "Wir wollen, dass der Mensch hinter dem Flüchtling wahrgenommen wird", lautet ihr Motto. Helfen ist nicht immer einfach, besonders wenn eine passende Struktur fehlt. Diese wurde im August geschaffen, denn Projekte und Spenden mussten in ein sinnvolles Verhältnis zueinander gesetzt werden. "In der Sortierhalle in der Niederkircher Straße haben wir uns zwar über jede Spende gefreut, aber auch kaum noch Land gesehen", erklärt die Helferin das Problem. Dienstpläne mussten her, Fahrer eingeteilt und alles koordiniert werden, auch über soziale Medien wie Facebook. "Jetzt funktioniert das alles schon viel besser", sagt die gelernte Heilpraktikerin. Am Anfang war die Arbeit in der Kleiderkammer ein Vollzeitjob mit rund acht Stunden am Tag. Danach ebbte die Spendenwelle wieder ab, steigt aber derzeit wieder. Diese Arbeit ist mir einfach eine Herzensangelegenheit", sagt Theis. Beruflich hat sie eine Pause für die Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe eingelegt. Bescheiden wie die Helferin ist, legt sie wert auf die Feststellung, dass auch mehr als 100 Mitstreiter da sind. Nicht alles wird dringend gebraucht, manches, wie beispielsweise Handschuhe für den Winter, aber schon. Informiert wird über diese Arbeit in den Facebookgruppen von Refugium Trier. Fragen werden per Mail unter refugium.sachspenden@gmail.com beantwortet. doth Foto: privat

Laudator: Daniel Menzel

Die Kriege im Nahen Osten und Teilen Afrikas zwingen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat. Millionen Menschen suchen in den Nachbarstaaten Schutz. Hunderttausende fliehen nach Europa und nach Deutschland.

Hier sind die Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende erste Anlaufstellen. Und wie Sie wissen, meine Damen und Herren, gibt es derer zwei alleine in der Stadt Trier - erste Zufluchtsorte für bis zu 3200 Menschen.

Sylvia Theis aus Kasel im Ruwertal trägt dazu bei, dass sie eine echte Zuflucht werden. Die Einzelsiegerin des TV-Ehrenamtspreises im November ist Mitbegründerin des Netzwerks Refugium, das seit August in Trier und Umgebung Hilfe und Ordnung ins Helfen bringt.

Das Problem, auf das Sylvia Theis und ihre Mitstreiter gestoßen sind: Es trafen zwar viele Sachspenden ein, die auch wirklich gebraucht werden. Wie etwa Kleidung. Doch die Helfer in Trier waren damit oft überfordert.

Es fehlten die notwendigen Strukturen. Die schaffen Sylvia Theis und Co. Seit der Gründung des Netzwerks im August. Die Helfer erstellten Dienstpläne, teilten Fahrer ein. Dazu nutzen sie das soziale Netzwerk Facebook und das Internet.

So ist ihre Homepage www.refugees-trier.de ein Infopool für Angebote aller Initiativen und Verbände, die sich in Trier um Flüchtlinge kümmern. Dort finden Neuankömmlinge alles, was sie über das Leben in Deutschland wissen müssen. Wie etwa Termine für Deutschkurse. Und das alles mehrsprachig. Außerdem gibt es eine Trier-Karte, auf der alle relevanten Orte wie Geschäfte, Ämter, Einrichtungen und weitere wichtige Punkte markiert sind.

Ihre Arbeit für die Flüchtlinge ist Sylvia Theis eine Herzensangelegenheit. Und diese Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe spürten auch die TV-Leser bei unserer Kandidatin, denn im November erhielt sie die meisten Stimmen für ihr Engagement.

Für Sylvia Theis ist der Ehrenamtspreis heute sogar ein Geburtstagsgeschenk. Frau Theis, das ist Ihre Bühne und die des Netzwerks Refugium. Wir gratulieren mit einem Riesenapplaus.