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TV-Ehrenamtspreis: Das sind die Respekt!-Sieger im August

TV-Ehrenamtspreis: Das sind die Respekt!-Sieger im August

Die 51 ehrenamtlichen Helfer der Bewohner der Seniorenresidenz St. Martin in Schweich und der Morbacher Heimatforscher Berthold Staudt haben die Monatsabstimmung beim Volksfreund-Ehrenamtspreis Respekt! gewonnen. Diesmal haben 937 Leser abgestimmt.

"Das ist ja der Oberhammer", so freut sich Maria Schuh über den Monatssieg bei den Gruppen im Wettbewerb Respekt!-Ehrenamtspreis beim TV. Sie ist in der Seniorenresidenz St. Martin in Schweich für die Koordination der ehrenamtlichen Mitarbeiter zuständig. Und das sind derzeit nicht weniger als 51. Sie gehören im Alter zwischen zehn und 89 Jahren selbst drei Generationen an.

"Wir haben gewonnen, das ist ein gutes Gefühl. Das muss ich direkt mit einer Rundmail bekanntmachen", freut sie sich weiter. Dieser Erfolg sei der Respekt, den die Leute für ihr Engagement verdienen.

Dabei seien die Aufgaben für die Ehrenamtlichen höchst unterschiedlich verteilt: "Einer ist nur einmal im Jahr der Nikolaus, andere singen im Chor, wieder andere sind mehrmals die Woche im Haus, um betagte Menschen ganz individuell zu betreuen."

Besonders freut sich Schuh über die Schüler der beiden Schweicher Gymnasien, die beispielsweise die Hauszeitung mit dem schönen Namen "Die Sonnenseite" herausbringen, und denen auch sonst nichts zu viel ist.
"Unser Erfolg gibt doch bestimmt einen Anreiz für andere, sich ebenfalls zu engagieren", da ist die Koordinatorin ganz sicher. Maria Schuh dankt allen, die ihrer Gruppe die Stimme gegeben haben. Tüchtig gefeiert werden diese Helden des Alltags beim "Ehrenamtsgrillen", das regelmäßig stattfindet.Lebendes Heimatlexikon

Der Morbacher Heimatforscher Berthold Staudt gilt als wandelndes Geschichtsarchiv und ist seit 25 Jahren für den Hunsrückverein als Wanderwart tätig. Foto: privat Foto: red red (red) ("TV-Upload red"

"Och nee, damit habe ich gar nicht gerechnet", wundert sich der Morbacher Heimatforscher Berthold Staudt, als er von seinem Einzelsieg erfährt. Für dieses "lebende Heimatlexikon" sind die Ahnenforschung und die Beschreibung der Vergangenheit, damit die Gegenwart besser verstanden wird, eine wichtige Lebensaufgabe. Außerdem plant Staudt als Wanderwart für den Hunsrückverein die schönsten Wandertouren und zeigt den Teilnehmern die besonderen Reize der Heimat, wie sie sich heute präsentiert.

"Wenn man nicht weiß, woher man kommt, weiß man auch nicht, wohin man gehen soll", ist seine philosophische Maxime. Staudt vergleicht die Gesellschaft mit einem Baum: "Die Gegenwart ist der Stamm. Aber wenn die Wurzeln faul sind, dann können die Äste keine Blüten und Früchte tragen."

Seine Ahnenforschung reicht bis vor den Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648). Er lebe selbst nicht in der Vergangenheit, die nicht besser oder schlechter war als die Gegenwart, nur anders. Sie zu kennen heiße auch, wissen, wovon man heute spricht: "Das hilft, die gleichen Fehler nicht noch einmal zu machen."

Im August stimmten insgesamt 937 TV-Leser ab. Die Gewinner-Gruppe in der Jahresabstimmung erhält ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro für ihr ehrenamtliches Engagement. Der Einzelsieger wird mit einer hochwertigen Reise belohnt.