Am Rande der Bande

Am Rande der Bande

ROTH AN DER OUR. Heute "Am Rande der Bande": Herbert Reicher (29), seit Juli 2004 zusammen mit Ronny Hansen Betreuer des Fußball-C-Ligisten SG Geichlingen/Körperich II. Im achten Saisonspiel gelangen beim TuS Mötsch die ersten Punkte - und das in Unterzahl.

Achtes Spiel, erster Sieg, die ersten Punkte: Warum hat es so lange gedauert? Reicher: In unserer Mannschaft hat es in der Sommerpause einen ziemlichen personellen Umbruch gegeben. Vier erfahrene Spieler haben ihre Karriere beendet, beziehungsweise stehen nur noch sporadisch zur Verfügung. Zusätzlich fallen derzeit mehrere fest eingeplante Stammkräfte längerfristig wegen Verletzungen aus. Dies führte zu Anlaufschwierigkeiten in der neuen Klasse. In den vergangenen drei bis vier Spielen konnten wir dann besser mithalten und haben nun auch endlich den ersten Sieg eingefahren. Kurios ist: Ihr Team hat derzeit so viele Tore wie Tabellenführer Gilzem erzielt (17). Auf der anderen Seite schlagen im Durchschnitt vier Gegentore zu Buche. Warum spielt Ihre Mannschaft noch zu kopflos? Reicher: Dies ist darauf zurückzuführen, dass wir auf Grund der erwähnten Probleme immer mit wechselnden Aufstellungen spielen mussten und sich keine Stammformation einspielen konnte. Hinzu kommt das Problem jeder zweiten Mannschaft: Die erste Mannschaft hat nun mal Priorität und hin und wieder müssen Spieler dort aushelfen. Der erste Saisonsieg beim TuS Mötsch gelang ausgerechnet in Unterzahl. Stärkt das das Selbstvertrauen oder ärgern Sie sich mehr über die beiden Platzverweise? Reicher: Platzverweise sind natürlich immer ärgerlich. Auf der anderen Seite zeigt das Spiel in Mötsch aber auch, dass sich die Mannschaft trotz der Niederlagenserie noch nicht aufgegeben hat und um den Klassenerhalt kämpft. * Die Fragen stellte unser Redakteur Mirko Blahak.