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Arcade Fightstick Tournament Edition 2

Arcade Fightstick Tournament Edition 2

Dickes Ding: Auf Xbox One Besitzer kommen schwere Zeiten zu – zumindest was das Gewicht neuer Hardware betrifft. Der "Arcade Fightstick T.E. 2" ist ein wuchtiges Teil. Für wen sich dieses schicke Gerät aber wirklich lohnt, erfahrt ihr im Test.

Da sitze ich nun - mit einem drei Kilo schweren Koloss auf meinem Schoss und starte voller Vorfreude "Killer Instinct" auf der Xbox One. Bevor es nun allerdings dutzende von Einsprüchen hagelt, was das Gerät denn auf meinen Oberschenkeln zu suchen hat: Ich weiß, ich weiß - es gehört dort eigentlich nicht hin. Doch dank eines kleinen Platzproblems musste ich zum Test in ein anderes Zimmer ziehen, in dem ich keine Möglichkeit hatte, den Fightstick auf eine ebene Unterlage zu stellen. Das solltet ihr jedoch unbedingt tun, wenn ihr längere Sessions damit einplant - wer jemals einen älteren Laptop für eine Stunde auf den Beinen hatte, weiß, wovon ich spreche…

Aber wieder zurück zum Wesentlichen: Zunächst starte ich eine lockere Runde bei "Killer Instinct" mit dem Xbox One Controller - schließlich will ich den Unterschied zum Fightstick besser spüren. Wie so oft bezieht mein virtueller Charakter solche Prügel, dass er sich überlegen sollte, ob er hier im richtigen Genre gelandet ist. Erst nach drei Runden bekomme ich so etwas hin, das leicht an eine Combo erinnert - zum Sieg verhilft es mir dennoch nicht… Also greife ich zu härteren Waffen - in meinem Fall der "Arcade Fightstick T.E. 2" von Mad Catz. Und siehe da: Ich bekomme zwar schon wieder eins auf die Nase, aber diesmal fühlte sich die Niederlage deutlich besser an - immerhin hatte der Gegner nur noch fünf Prozent seiner Energie übrig. Schon im zweiten Anlauf gelingt der Sieg. Der Grund? Ganz einfach: Der Fightstick ist so konzipiert, dass alle nötigen Knöpfe direkt nebeneinander liegen und intuitiv zu bedienen sind - geschlagen wird mit den oberen Knöpfen, getreten mit der unteren Reihe - logisch. Hinzu kommt die perfekt umgesetzte Steuerung per Joystick, die selbst Manöver erlaubt, bei denen vorher mein Daumen fast draufgegangen wäre - genial. In dieser Hinsicht zahlt sich das Gerät schon mal voll aus.

Wiederholungstäter

Auch im zweiten Testanlauf - diesmal ist der Fightstick ordentlich auf dem Couchtisch positioniert - bestätigt sich der erste Eindruck dieses edlen Stück Hardwares: An der Qualität gibt es wirklich nichts zu rütteln. Zusätzlich entdecke ich im abgedunkelten Raum, dass das Gerät durch seine eingebauten LED-Lampen einen sehr stylischen Eindruck macht. Wer lieber völlig im Dunkeln zocken möchte, kann die Lampen natürlich auch jederzeit ausschalten.

Zur weiteren Individualisierung kommt hinzu, dass Hobbyschrauber das Inlay des Fightsticks relativ leicht austauschen können. Zu diesem Zwecke liegt dem Paket auch ein kleiner Schraubenzieher, sowie eine passende Anleitung bei - hier hat Mad Catz wirklich an alles gedacht.

Allerdings gibt es vielleicht zwei Wermutstropfen, die Käufer des Fightsticks hinnehmen müssen: Mit rund 170 Euro Anschaffungspreis ist das robuste Gerät sicherlich kein Schnäppchen - Prügelspielliebhaber bekommen dafür aber auch eine hohe Qualität geliefert. Der zweite Punkt ist die bislang mangelhafte Auswahl an echten Prügelspielen - wofür Mad Catz beileibe nichts für kann. Immerhin wurde der Stick ja speziell für "Killer Instinct" entwickelt. Aber wieso nicht auch andere Prügler damit spielen?! Doch die Auswahl auf der Xbox One fällt dürftig aus. Sollte Capcom es sich allerdings überlegen und einen "Street Fighter"-Ableger auf die Xbox One hieven, wäre das sicherlich kein schlechtes Kaufargument für den Fightstick. Was nicht ist, kann ja noch werden…

Fazit

Robust, hält was aus und bietet hohen Spielkomfort: Technisch gibt es an dem "Arcade Fighstick T.E.2" absolut nichts zu bemängeln - das Gerät hält, was es verspricht und punktet durch eine präzise Steuermethode. Einzig die etwas dürftige Auswahl an Software und der Anschaffungspreis könnten Käufer noch einmal ins Grübeln kommen lassen. Wer sich letztlich dennoch für das edle Stück Hardware entscheidet, wird den Kauf aber sicherlich nicht bereuen.

Hersteller: Mad Catz