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Benefiz-Projekte: Danke an die Leser!

Benefiz-Projekte: Danke an die Leser!

Ob "Villa Kunterbunt", "Nestwärme", "Da-Sein", "Meine Burg" oder "Vergissmeinnicht": Die Leser des Trierischen Volksfreunds haben mit ihren Spenden und Initiativen viele Projekte ermöglicht, die sonst Wunschträume geblieben wären. Rund 2,5 Millionen Euro sind dabei insgesamt schon zusammengekommen.

 Ergebnis einer der Volksfreund-Aktionen: Im Trierer Hospiz-Haus werden todkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase optimal betreut. TV-Foto: Archiv/Friedemann Vetter
Ergebnis einer der Volksfreund-Aktionen: Im Trierer Hospiz-Haus werden todkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase optimal betreut. TV-Foto: Archiv/Friedemann Vetter

Es waren die überzeugenden, von vielen ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellten Projekte, die die Spendenfreude möglich machten: Das Haus für schwerstkranke Kinder und ihre Eltern, die Pflegehilfe für zu Hause, die Hospiz-Zuflucht für sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase, die "Burg" für den Kinderschutz, die Unterstützung für Demenzkranke und ihre Familien.

Der Volksfreund hat geholfen, die Bedingungen für die Arbeit der Hilfsorganisationen zu verbessern - aber den wichtigsten Beitrag haben stets die Vereine und Initiativen geleistet, deren Projekte unterstützt wurden.

Wichtig war uns dabei, dass nicht "einfach nur" Geld gesammelt wurde, wie bei so vielen anderen segensreichen Hilfsaktionen. Als Zeitung der Region geht es uns auch um Inhalte. Wir wollen den Lesern ein Thema nahebringen und die Menschen in der Region für die Arbeit der Helfer sensibilisieren.

Deshalb gehört zu jeder der Volksfreund-Spenden-Aktionen auch eine umfangreiche redaktionelle Serie, die der Öffentlichkeit oft zum ersten Mal ein Problem bewusst gemacht hat.

Wie viele schwer erkrankte Kinder unter uns wohnen, wie viel ihre Eltern und Angehörigen leisten müssen: Das wurde vielen erst durch "Villa Kunterbunt" und "Nestwärme" klar.

Wie wichtig es ist, über das Sterben zu reden, über die letzte Lebensphase nachzudenken: Das machte vielen Lesern "Da-Sein" erst deutlich.

Dass auch die Region Trier keine Insel der Seligen ist, wenn es um misshandelte oder vernachlässigte Kinder geht, ließ die Serie "Meine Burg" erahnen. Dass viele Menschen mit Demenz auf Unterstützung, Rat und Hilfe angewiesen sind, dokumentierte "Vergissmeinnicht".

Das waren nicht immer bequeme Themen, die in der Vorweihnachtszeit auf die Leser einprasselten. Aber die Bereitschaft, sich auch mit den Schattenseiten des Lebens zu beschäftigen, war erstaunlich groß. Vielleicht auch deshalb, weil nicht gejammert wurde, sondern praktische Wege zur Verbesserung aufgezeigt werden konnten.

Es ist uns wichtig, sorgsam mit dem Engagement unserer Leser umzugehen. Deshalb haben wir - weit über den Zeitraum einer Aktion hinaus - stets darüber informiert, was aus den Spenden geworden ist. Jeder konnte Schritt für Schritt verfolgen, wie die "Villa Kunterbunt" am Mutterhaus entstand, wie der Verein "Nestwärme" immer besser gedieh und wie das Hospiz-Haus in der Trierer Ostallee Wirklichkeit wurde.

Jüngstes sichtbares Projekt ist die "Burg" für den Kinderschutz, die kürzlich neben der St.-Paulin-Kirche im Trierer Stadtbezirk Nord Richtfest feierte. Die TV-Leser stellten das Startkapital für den Bau zur Verfügung. Und die Angebote des Demenz-Zentrums finden sich ebenfalls regelmäßig in der Volksfreund-Berichterstattung wieder - zuletzt beispielsweise der betreute Familienurlaub an der Ardèche.

Angesichts der Größe mancher Vorhaben dauerte die Realisierung durchaus schon mal etwas länger. Aber das Ziel wurde in keinem Fall aus den Augen verloren. Und die Volksfreund-Leser können stolz sein auf das, was sie ermöglicht haben. Dieter Lintz