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Chronologie

Die Geschichte des Trierischen Volksfreunds von 1875 bis heute

1875: Die Firma Groppe verkauft ihre Druckerei an die Buchdrucker Philippi und Koch, die ihr Unternehmen zunächst in der Fleischstraße 66 einrichten, dann gegen Ende des Jahres 1875 in das Haus „Eichhorn“, Fleischstraße 12 (heute Brasserie), umziehen.

1876: Herausgabe des „Trierischen Anzeigeblattes“, das dreimal pro Woche erscheint und politische Kurznachrichten aus dem Trierer Land und dem Deutschen Reich, Romane und Anzeigen enthält.

1878: Das „Trierische Anzeigeblatt“ erscheint täglich. Ab dem 25. September ändert sich der Name in „Trierischer Volksfreund“ und gibt der politischen Berichterstattung mehr Raum.

1889: Umzug in das neuerworbene Gebäude in der Böhmerstraße (vorher Weinhandlung Schömann).

1903: Erweiterung des Druckereigebäudes; Aufstellung der ersten vierseitigen Rotationsmaschine und der ersten Linotype-Setzmaschine. Durch die Rotationsdruckmaschine kann die Zeitung schneller und in einer höheren Auflage gedruckt werden. Sie erscheint zweimal täglich.

1911 bis 1914: Ankauf von Grundstücken der Weinhandlung Kaufmann bis zur Dietrichstraße und Erweiterungsbau.

1912: Anschaffung einer Rotationsdruckmaschine, die 16 Seiten drucken kann.

1918: Der Mitbegründer Nikolaus Koch stirbt am 23. Juli.

1921: Eine weitere Rotationsmaschine mit einer Kapazität von ebenfalls 16 Seiten wird angeschafft.

1933: Häufige Erscheinungsverbote seit der Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten.

1935: Am 20. Juni stirbt Nikola
Koch und sein Sohn Nikolaus
Koch übernimmt das Unternehmen
in dritter Generation.

1937: Am 1. November gründet der noch junge Verleger Nikolaus Koch die Volksfreund- Druckerei.

1938: Zum 1. Mai wird das Erscheinen des „Trierischen Volksfreunds“ komplett eingestellt. An seiner Stelle erhalten die Abonnenten das „Nationalblatt“, ein Propagandablatt, das die Linie der NSDAP vertritt und zentral gelenkt wird.

1944: Im Dezember zerstören Fliegerbomben das Verlagsgebäude.

1945: Vom 30. April bis 24. August druckt der Verlag die „Amtlichen Nachrichten der Stadt Trier“.

1946: Drei Mal erscheint in der Volksfreund-Druckerei eine erste Nachkriegszeitung unter dem Titel „Trierische Nachrichten“ (am 12., 19. und 23. Januar). Erst durch Genehmigung der Besatzungsmacht kann die Zeitung ab dem 10. April regelmäßig erscheinen, allerdings zunächst unter dem Namen „Trierische Volkszeitung“.

1949: Zum 6. Juli darf die Zeitung wieder unter ihrem alten Namen „Trierischer Volksfreund“ erscheinen.

1949 bis 1950: Neubau des Verlagshauses auf dem Trümmergrundstück am am Justizplatz. Am 15. November 1950 beziehen die Mitarbeiter die neuen Räume.

1959: Anbau mit farbig verglasten Bleifenstern zum ehemaligen Schulhofgelände hin.

1963: Erweiterung des Firmengeländes zur Dietrichstraße hin.

1971: Errichtung der Rotationshalle entlang der Dietrichstraße, Anlage des Werkshofes.

1973: Neubau zwischen dem ehemaligem Kaufhaus Horten und Verlagsgebäude.

1982:Tod des Verlegers in dritter Generation, Nikolaus Koch. Seine Frau Luise übernimmt die Leitung des Verlags.

1991: Umstellung der Zeitungsherstellung von Hochdruck auf eine moderne Offsetdruckanlage, die bis zu 30 000 Exemplare pro Stunde drucken kann.

1993: Tod von Luise Koch, die Saarbrücker Zeitung wird Alleingesellschafterin des Verlags des Trierischen Volksfreunds.

1993: Gründung der Nikolaus- Koch-Stiftung aus dem Vermögen der Koch-Familie.

2000: Umzug in das neue Verlagsgebäude in der Hanns- Martin-Schleyer-Straße in Trier-Euren. Zur 125-Jahr- Feier kommen über 20 000 Besucher.

2005: Der TV bietet erstmals zwölf Lokalausgaben.

2007: Der TV erscheint komplett vierfarbig.