1. Archiv

Das Maß aller Dinge

Das Maß aller Dinge

Die Spitzenpartie des kommenden Spieltages steigt in Veldenz. Die SG Burgen/Veldenz, derzeit noch ungeschlagen auf Platz zwei, empfängt den Vorjahres-Vize SG Hundheim. Für die einen geht es um die Stabilisierung der Defensive, für die anderen um eine effektivere Chancenverwertung.

Veldenz. Der im vierten Trainerjahr stehende Burgener Spielertrainer Marcel Lorenz hat sich für die noch junge Saison einiges vorgenommen: "Dieses Jahr sehen wir eine ausgeglichene Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Nur wenn wir hundertprozentig fit sind, verletzungsfrei und am Limit spielen, ist ein Platz unter den ersten sechs drin." In dieser Saison hat Lorenz im Gegensatz zum Vorjahr einen weitaus größeren Kader zur Verfügung gestellt. Mit gestandenen Fußballern wie Reiner Ruster, Sven Legrand oder Roland Kosmund kamen erfahrene Leute in die Grafschaft. "18 bis 20 Mann auf dem Training zu haben, das ist schon eine wesentliche Grundlage für eine vernünftige Arbeit. So gesehen kommt der Förderung der Jugendarbeit eine nicht untergeordnete Rolle zu", sagt Lorenz, der selbst bereits fünf Mal ins Schwarze traf. "Sieht man von der fehlenden Kaltblütigkeit beim 4:4 gegen Monzelfeld ab, als wir vier Mal in Führung lagen, können wir von einem gelungenen Saisonauftakt sprechen."

In der kommenden Saison nur noch Trainer



Auch die Neuzugänge Martin Ruppenthal, Steven Maurer und Kujtim Jashari sind bereits integriert. Lorenz verspricht sich über die Achse Ignaz Kühl - Michael Schimper - Roland Kosmund und seiner Person den Erfolgsgaranten. Das Saisonziel beinhaltet eine letzte volle Saison als Spielertrainer für den 31-jährigen Vollblut-Fußballer. Denn dann soll Schluss sein mit dem Kicken - die Aufmerksamkeit gilt dann ausschließlich dem Traineramt. In der Grafschaft ist die Jugendarbeit richtungsweisend. In drei Jahren kommen an die 20 Jugendspieler in den Seniorenbereich. Mit dem 17-jährigen Christian Ochs besitzt ein Youngster bereits eine Senioren-Spielgenehmigung. Angesprochen auf die Zielstellung am Sonntag in Veldenz gibt Lorenz klar die Richtung vor: "Wenn wir die Stellungsfehler in der Abwehr beseitigen, hinten wieder kompakt stehen und schnell nach vorn spielen, ist ein Sieg möglich." Es wäre der erste Sieg zu Hause gegen den Rivalen seit sieben Jahren.

Die SG Hundheim ist nach der knappen 1:2-Pleite von Zell gebremst worden. "Wegen vieler Fehler und Nachlässigkeiten im Zweikampfverhalten haben wir unser Ziel verfehlt. Der Sieg gegen Strimmig war der Maßstab für Künftiges", bringt Coach Danny Scheid sein Credo vor. Die Baldenauer haben drei A-Jugendliche einzubauen. Daniel Frenzer ist bereits im Senioren-Kader angekommen und will sich einen Stammplatz ergattern. Die SG ist nach dem in der Relegation verpassten A-Liga-Aufstieg weitgehend zusammengeblieben. Nur Torjäger Georg Gernez, mit 18 Treffern im Vorjahr ein Torgarant, und Michael Eck sind nicht mehr dabei. Gernez zog es berufsbedingt nach London, und Eck ist nach seiner Knie-OP auf Eis gelegt. Diese Verluste sollen durch den jungen Kevin Weber sowie Heiko Pfeiffer und Eugen Ziegenhagel kompensiert werden. Leistungsträger wie Keeper Ralf Weber, Kapitän Eugen Ziegenhagel sowie die zwei Mittelfeldmotoren Tobias Gutweiler und Dominik Peters sollen den ambitionierten Verein in die Erfolgsspur zurückführen. "Wir haben jetzt einen relativ kleinen Kader. Spielen wir am Limit und läuft alles optimal, können wir im oberen Tabellendrittel ein Wörtchen mitreden", sagt Danny Scheid bescheiden und verhehlt aber auch seine Siegesabsichten nicht: "Einen Sieg anzustreben sollte für jeden Fußballer das Maß aller Dinge sein."