Den Einstieg vereiteln

Den Einstieg vereiteln

TRIER. (red) Die Caritas-Suchtberater im Bistum Trier sehen in der geplanten Steuer auf alkoholhaltige Mixgetränke, die so genannten Alcopops, ein wirksames Mittel, um einem frühzeitigen Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.

Rudolf Barth, Referent für Sucht und Psychiatrie im Diözesan-Caritasverband Trier, betonte in Trier: "Je früher Kinder oder Jugendliche mit dem Konsum dieser alkoholhaltigen Limonaden anfangen, desto größer ist die Gefahr, später abhängig zu werden." Die Suchtberater sehen besonders die Gefahr, die im Gewöhnungseffekt an das mit dem Alkohol verbundene Rauschgefühl liegt. Studien belegten, dass bereits Elfjährige regelmäßig Alcopops konsumierten. Vor dem Hintergrund, dass zehn Prozent der alkoholkranken Klienten, die 2002 eine der 24 Caritas-Suchtberatungsstellen im Bistum Trier aufsuchten, zwischen 15 und 29 Jahren alt waren, sei eine wirksame Suchtprävention wichtig, betonen die Suchtberater. Nach ihrer Einschätzung ist die Erhöhung des Kauf-Preises für solche Alkoholika nachweislich ein wirksames Mittel. Gerade Kinder und Jugendliche reagierten darauf besonders deutlich. Die Suchtberater verweisen auf positive Erfahrungen, die im Nachbarland Frankreich mit der Verteuerung von Alcopops gemacht worden seien. Dort wurde 1997 eine Zusatzsteuer eingeführt und der Vormarsch des Trendgetränkes damit rapide gestoppt.

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