Den Lohn nicht abgeholt

Zwei Treffer jeweils gleich zu Beginn der Halbzeiten und dann lange nichts prägten die mäßige Partie im Hunsrück. Die Gäste aus der Säubrennerstadt haderten mit ihrer zum Schluss nicht guten Chancen-Verwertung. Das Remis hilft keinem Team weiter.

 In Halbzeit eins mit Problemen: Wittlichs Manndecker Perparim Krieziu (links) gegen einen Gonzerather. TV-Foto: Hans Krämer

In Halbzeit eins mit Problemen: Wittlichs Manndecker Perparim Krieziu (links) gegen einen Gonzerather. TV-Foto: Hans Krämer

Gonzerath. Die Wittlicher hätten bei konsequenterer Ausnutzung ihrer vorhandenen Groß-Chancen den Platz als Sieger verlassen müssen. Trotz Dauerregens und Orkan "Emma" zeigte sich der neue Rasenplatz in Gonzerath als gut bespielbar. Die vor der Partie von Trainer Thorsten Haubst instruierten Spieler ließen alle guten Vorsätze offenbar in der Kabine. Denn Manndecker Perparim Krieziu offenbarte die Nervosität beim Tabellenelften drastisch. Erst leistete er sich zwei Querschläger und öffnete in der dritten Minute Tür und Tor für die stürmisch beginnenden Gonzerather. Lars Olk nutzte diesen Lapsus nach Vorarbeit von Thomas Reichert zum frühen 1:0. Der gleiche Spieler hätte nur drei Minuten danach in einer ähnlichen Situation das zweite Tor für den SVG machen können, doch Wittlichs Keeper Patrick Lützig war rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt. Gonzeraths Stärke lag im Konterspiel, da sie durch gezieltes Angriffs-Spiel den Wittlicher Spielfluss weitestgehend unterbanden und schnell umschalteten. Zwar hatte Wittlich Möglichkeiten zum Ausgleich, konnte sie aber nicht nutzen. Das änderte sich in Halbzeit zwei. Nach gerade einmal 50 Sekunden ging mit Jan Friedrich die Post ab, und der heraneilende Pascal Madubuezi grätschte seine gut abgestimmte Flanke unhaltbar zum Ausgleich ab. Zielinski und Routinier Horst Kropp hätten die Kreisstädter in Front bringen können, doch die Präzision fehlte. Die Gastgeber kamen jetzt nur noch gelegentlich zu eigenen Angriffen. Die Partie gestaltete sich eher auf spielerisch mäßigem Niveau. Die Gäste setzten in der Schlussviertelstunde alles auf eine Karte, agierten vor allem über den starken und trickreichen Zielinski sehr offensiv. Einen Pfostenschuss sowie einen Flug-Kopfball knapp neben das Tor verbuchte der Deutsch- Pole, haderte aber mit dem Glück. In der dramatischen und spannenden Schlussphase büßten die Wittlicher durch eine Ampelkarte und eine rote Karte zwei Spieler ein. Gonzerath-Trainer Martin Klassen sprach nach der Partie von einem "glücklichen Remis". Dagegen stellte SVW-Coach Thorsten Haubst fest, dass "wir in der ersten Halbzeit faktisch gar nicht auf dem Platz waren. Im zweiten Abschnitt hätten wir eigentlich belohnt werden müssen. Doch so ist Fußball."Gonzerath: Thees - Diedrich - Donell, Stein, Bernard - Henkel, Kaiser (63. Legrand), Knöppel, Herges (54. Gorges) - Olk, Reichert. Wittlich: Lützig - Lenz - Krieziu, Mittler, Roth (75. Klein) - Follmann (52. Ludwig), Friedrich, Kropp, Madubuezi - Eltges (78. Praum), Zielinski. Tore: 1:0 Olk (3.), 1:1 Madubuezi (46.) Schiedsrichter: Meerfeld (Piesport) Zuschauer: 130 Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Johannes Ludwig (84., Wittlich), gelb-rote Karte für Martin Mittler (88., Wittlich).

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