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Die Monster sind bereit

Die Monster sind bereit

Nun wird es ernst für die Morbach Monsters: Am Samstag starten die Nachwuchs-Footballer vom Hunsrück in ihre erste Saison. Hervorgegangen ist das Team aus einer Schul-Arbeitsgemeinschaft.

Rapperath. Der Ton ist rau und aufmunternd zugleich. "Nehmt euren Schädel hoch", ruft Trainer Thomas Ruhk seinen Schützlingen zu, um bei gelungenen Aktionen anschließend motivierend zu applaudieren. Beim Aufwärmen auf dem Rasenplatz oberhalb von Rapperath fließt viel Schweiß. Technik- und Lauf-Drills fordern die 14- bis 19-jährigen Jugendlichen, die über den Platz sprinten und bewusst den Körperkontakt suchen müssen. In Schutzausrüstungen, die bis zu acht Kilo schwer sind und teilweise übers Internet billig ersteigert wurden. Trainer-Trio setzt auf Ehrgeiz und Elan

Die Spieler gehören den Morbach Monsters an, einer dem SV Rapperath angegliederten neuen American-Football-Mannschaft, die am Samstag in ihre erste Saison geht. In der so genannten Jugendaufbauliga Rheinland-Pfalz trifft Morbach auf Kaiserslautern, Mainz, Montabaur - und zum Auftakt am Samstag, 21. April, 15 Uhr, in Rapperath auf die Junior Stampers aus Trier. Das Trainer-Trio Thomas Ruhk, Erich Armbrüster und Andreas Baier, die alle bis zu 15 Jahre Football-Erfahrung haben, hoffen auf Tabellenplatz drei zum Abschluss der im Juni endenden Saison. Ruhk dämpft zu hohe Erwartungen: "Unsere Gegner haben rund zehn Spieler mehr als wir. Das macht sich bemerkbar, da im American Football unbegrenzt gewechselt werden darf. Deshalb suchen wir auch noch interessierte Spieler." Fehlenden personellen Alternativen wollen die Monsters Elan und Ehrgeiz entgegensetzen. Gebildet hatte sich das Team aus einer Schul-AG an der Morbacher Sophie-Scholl-Realschule. Seit einigen Monaten wird zwei Mal wöchentlich trainiert - mit Erfolg. Ruhk: "Die Jugendlichen haben vor allem im Angriffsspiel - dort, wo gutes Timing gefragt ist - Fortschritte erzielt. Und im direkten Körperkontakt. Viele mussten erst lernen, mit der Ausrüstung in den Gegner zu rennen. Das klappt inzwischen ganz gut. "