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Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stehen eines Tages vor der gleichen Diagnose: Krebs. In der sterilen Atmosphäre eines Krankenhauszimmers treffen die beiden notgedrungen aufeinander, getrennt durch einen dünnen blauen Vorhang, vereint durch das gleiche Schicksal.

Während der egozentrische Milliardär Edward Cole (Jack Nicholson) im Film "Das Beste kommt zum Schluss" nur deshalb von seinem Assistenten Besuch bekommt, weil er ihn dafür bezahlt, kümmert sich um den bescheidenen Mechaniker Carter Chamber (Morgan Freeman) die ganze Familie.

Zwischen Krankenhausalltag und Chemotherapie kommen sich die beiden allmählich näher. Als sie erfahren, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt, machen die zwei eine Liste mit allen Dingen, die sie noch erleben wollen. Einen Mustang fahren, die Pyramiden und das Taj Mahal sehen, auf Großwildjagd gehen, auf den Mount Everest steigen, lachen, bis man weint, und das schönste Mädchen der Welt küssen. Und dann gehen zwei alte todkranke Männer gegen den Rat der Ärzte auf die letzte große Reise ihres Lebens.

Der Film bedient so manches Klischee. Jack Nicholson spielt mal wieder die Rolle, die er am besten kann: einen egozentrischen granteligen Einzelgänger, der es gewohnt ist, dass alle nach seiner Pfeife tanzen. Doch er spielt sie perfekt, und auch Morgan Freeman kauft man den würdevollen, treuen Ehemann mit dem intelligenten Humor nicht zum ersten Mal ab.

Die Story enthält naturgegeben reichlich Herz-Schmerz, dazu kommt aber eine gute Portion (Galgen-)Humor. Herausgekommen ist ein tiefsinniger Film voller kleiner und großer Wahrheiten über das Leben.

Eva Großeastroth